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Ein Manifest für die Zukunft

Wie die Klein Nordender Politiker Haushalt und Klimaschutz in den Griff bekommen wollen

20 Jahre in die Zukunft blickt die Gemeinde Klein Nordende in ihrem Ortsentwicklungskonzept. Foto: Daniela Lottmann

KLEIN NORDENDE / Cindy Ahrens

An einem Strang ziehen, das ist in der Politik nur sel­ten der Fall. Gleichwohl hat dies die Klein Nordender Gemeinde­vertretung geschafft. Für die Zukunft der Gemeinde. Die Fraktionen von CDU, Grü­nen, SPD und Wählerge­meinschaft haben sich ein­vernehmlich auf ein Maß­nahmenpaket zur Haus­haltskonsolidierung und für den Klimaschutz verstän­digt. Es steht unter dem An­satz „Gemeinsam die Zu­kunft gestalten - Haushalts­konsolidierung, Generatio­nengerechtigkeit, Klima­schutz“. Das Paket soll das bisherige Konsolidierungs­konzept ergänzen und in den Haushaltsplan 2022 auf­genommen werden.

Um den Gemeindehaus­halt perspektivisch wieder auszugleichen, müssen Maßnahmen zur Haushalts­konsolidierung ergriffen werden, damit Klein Nord­ende Fehlbetragszuweisun­gen vom Land Schleswig- Holstein erhält. „Dieses ge­bietet insbesondere die Ge­nerationengerechtigkeit, da­mit auch zukünftige Genera­tionen noch einen finanziel­len Spielraum für spätere Maßnahmen und Gestaltun­gen in der Gemeinde haben“, heißt es in dem Papier, das die Fraktionsvorsitzenden sowie Bürgermeister Adolf Luitjens und der Finanzaus­schussvorsitzende Arno Didjurgis jetzt unterschrie­ben haben.

Es sei den Gemeindevertretern wichtig, dass sich die Belastungen der neuen Maß­nahmen auf alle verteilen. So sollen unter anderem Sit­zungsgelder gekürzt, die Präsente für Ehrungen redu­ziert und Zuwendungen für Vereine heruntergefahren werden. Nicht zuletzt sollen die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuern erhöht werden.

Neben der Entlastung der Gemeindekasse soll auch der Klimaschutz zukünftig mehr Beachtung finden. Die Maßnahmen wurden von einer Arbeitsgruppe, in der alle Fraktionen vertreten sind, zusammen mit der Amtskämmerei entworfen. Dafür wurde zahlreiches Da­tenmaterial und Berechnun­gen ausgewertet. Gleichzei­tig haben sich auch die Fach­ausschüsse mit der Frage be­schäftigt, wie Gelder einge­spart und Klimaschutz ein­gebracht werden könnte.

„Dieses nun vorliegende Maßnahmenpaket ist das Er­gebnis einer fraktionsüber­greifenden vertrauensvollen Zusammenarbeit, mit dem die Gemeinde positiv in die Zukunft schauen kann und auch gegenüber der Öffent­lichkeit in diesen schweren Zeiten ein Zeichen für eine echte, an Sachthemen orien­tierte Dorfpolitik setzt“, der Schlusssatz des Manifests.

Elmshorner Nachrichten, 27.10.2021

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