Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Welcher Radweg ist der beste?

CDU-Politiker sprechen mit dem Betreuungsverein Liether Moor in Klein Nordende über den geplanten Radschnellweg von Elmshorn nach Hamburg

Foto: Meike Kamin

KLEIN NORDENDE / Cindy Ahrens

Der Radschnellweg von Elmshorn nach Hamburg hat in Klein Nord­ende zu viel Widerstand ge­führt, denn eine der Überle­gungen ist, diesen durch das Liether Moor zu fuhren. Nun haben sich einige Mitglieder der CDU aus Klein Norden­de, Elmshorn und Tornesch mit den Mitgliedern des Be­treuungsvereins (BV) Lie­ther Moor, des Vereins für ex­tensive Robustrinderhaltung im Liether Moor, der Jagd­vereinigung Klein Nordende und den Ortsbauern zum Austausch getroffen. Mit von der Partie waren Birte Gliß- mann, Kreistagsabgeordnete, und Michael von Abercron.

Martin Röseke vom BV be­richtete, dass die initiierte Unterschriftensammlung in­nerhalb kurzer Zeit über 450 Unterschriften erhalten hat­te. Der BV Liether Moor hat sich frühzeitig mit der ge­planten Trassenführung be­schäftigt und an öffentlichen Veranstaltungen mit dem Planungsbüro und dem Kreis teilgenommen.

Im Verlauf des Termins kristallisierte sich schnell heraus, dass sich alle Beteilig­ten einig sind, dass ein Rad­schnellweg wichtig und rich­tig ist. Dieser sollte jedoch vor allem gut ausgebaut sein und keine scharfen Kurven oder Kreuzungen enthalten.

Der von der Bahn ange­dachte Rückbau von Que­rungsmöglichkeiten über die Bahn, bei dem jeder zweite Bahnübergang entfallen soll und somit der Bahnübergang Lieth in Klein Nordende nicht mehr zur Verfügung stehen würde, wurde von al­len Beteiligten als nicht prak­tikabel angesehen. Der Bahn­übergang Lieth sei eine wich­tige Verbindung zwischen Moor und Dorf. Würde er wegfallen, müssten die Bür­ger weite Umwege über den Adenauerdamm in Elmshorn in Kauf nehmen.

 

„Wie sollen die Klein Nordender einen Radschnellweg ohne einen siedlungsnahen Zubringer erreichen?“

Michael Krohn

CDU Klein Nordende

 

Für Michael Krohn (CDU Klein Nordende) kommt dies nicht in Frage: „Wie wollen wir sicherstellen, dass die Kinder aus dem Moor zur Schule, Sport, Konfirman­denunterricht oder sogar Freunden kommen, wenn dieser Bahnübergang nicht mehr vorhanden ist? Und wie sollen die Klein Nordender einen Radschnellweg ohne einen siedlungsnahen Zu­bringer erreichen? Ohne eine Querung im Bereich Lieth ist ein Radschnellweg auf der Ostseite der Bahn für die Klein Nordender verloren.“

Die Kollegen aus Tornesch stimmten dem CDU-Vertre­ter zu. Auch dort seien die Bahnquerungen ein Problem gewesen. Mittlerweile gebe es hier aber konkrete Pläne für einen Tunnel.

Im Anschluss an die erste Diskussion ist die Gruppe die beiden anderen möglichen Trassen B und C abgefahren. Dabei stellte von Abercron fest, dass beide Möglichkei­ten aufgrund der Anwohner und vielen Kurven nicht für einen Radschnellweg geeig­net sind. Da laut Machbar­keitsstudie von etwa 2000 Radfahrern ausgegangen wird, sei es hier notwendig, eine Streckenführung zu wählen, die abseits des Auto­verkehrs liegt.

„Bereits in der Machbar­keitsstudie zum Radschnell­weg wird über die Möglich­keit, in Tornesch den Rad­schnellweg neben den neu entstehenden Gleisen anzu­legen, nachgedacht. Warum sollte diese Möglichkeit nicht bis Elmshorn durchgezogen werden?“, sagte Krohn.

Von Abercron und Glißmann wollen das Thema jetzt noch mal in die Kreistags­fraktion und die Ausschüsse transportieren, denn die Ent­scheidung hierfür liegt bei den Politikern im Kreistag in Elmshorn.

 

Elmshorner Nachrichten, 01.10.2021

Zurück