Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Ideen für Klein Nordende gesucht

Gemeinde soll einen Bürgerverein bekommen

Sie stehen stellvertretend für die Gruppe der Initiatoren: der ehe­malige Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel (von links), Karl- Max Kapplusch (Geschichtswerkstatt Klein Nordende) und Ulrike Weers (Ausschuss für Kultur und Sport). Foto: Daniela Lottmann

KLEIN NORDENDE / Daniela Lottmann

Seit 2018 gibt es in Klein Nordende die Geschichtewerkstatt. Zusammen blicken die Engagierten auf die Vergangenheit und ver­suchen möglichst viel über die Historie des Ortes und seiner Bewohner herauszu­finden. Doch nun soll ein Ab­leger gegründet werden. Einer, der auch die Zukunft des Ortes in den Blick nimmt.

Verein für mehr Zusammenhalt

Es wäre schön, wenn wir einen Bürgerverein in Klein Nordende möglich machen könnten“, erklärt Karl-Max Kapplusch das Vorhaben. Die Idee: Unter dem Dach der Geschichtewerkstatt soll ein Verein entstehen, der sich in mehrere Themen­kreise aufteilt. So sollen Bür­gerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Interes­sen und Talenten zusammen gebracht und der dörfliche Zusammenhalt gestärkt werden.
Denkbar sei etwa ein The­menkreis, der sich für die Er­haltung historischer Bauten im Ortsgebiet stark macht. Auch ein Kreis zur Förde­rung der Klein Nordender Kultur wünschen sich die Ideengeber. Vereinsmitglie­der könnten etwa kulturelle Veranstaltungen planen und nach Klein Nordende holen.
Auch einen Themenkreis für die Jugendarbeit würden die Initiatoren gern sehen. „Es hat ja keinen Sinn, wenn nur immer die Alten vor sich hingrummeln“, findet Kap­plusch. Der Bürgerverein soll Kindern und Jugendli­chen einen Gestaltungs­raum bieten.
Angestoßen haben die Idee mehrere engagierte Menschen aus Klein Nord­ende und der Umgebung. Unterstützt wird das Vorha­ben vom Kultur- und Sport­ausschuss der Gemeinde.
Eine Konkurrenz zum Ausschuss soll aber nicht entstehen. Eher wünsche man sich eine Entlastung, erklärt Aus
schussvorsitzende Ulrike Weers. „Der Verein soll einen Rahmen bieten, wo sich Menschen ganz unkom­pliziert treffen können“, wünscht sie sich.

Organisatoren bitten um Anregungen

Unkompliziert heißt auch: Der Verein ist gestaltbar. Fe­ste Strukturen wollen die In­itiatoren nicht vorgeben, sondern im Gegenteil: Sie wollen dazu einladen, dass Klein Nordender sich mit ihren Ideen beteiligen und den Verein nach ihrem Be­darf gestalten. So könnte unter dem Dach des Vereins etwa ein Stammtisch für Zu­gezogene entstehen oder ein Kreis für Hobbyfotografen.

Auf lange Sicht könnten Gelder gesammelt werden, mit denen historische Bau­ten in Schuss gehalten wer­den. Oder Hilfen und Bera­tung für Nachbarschaften, die zusammen ein Straßen­fest organisieren wollen, könnte der Verein überneh­men. Auch über den Namen soll später zusammen nach­gedacht werden. „Bürger­verein ist nur ein Arbeitsti­tel“, sagt Kapplusch. Als ers­ten Schritt sammeln die Organisatoren Kontakte zu in­teressierten Klein Norden­dem. Über eine Broschüre, die auf der Internetseite der Gemeinde hinterlegt wird, kann ein Fragebogen ausge­füllt und an die Organisato­ren geschickt werden. Nach den Sommerferien soll dann der Verein gegründet und ein Vorstand gebildet wer­den. „Das ist jetzt das Wich­tigste: Wir brauchen Men­schen, die sich als Vorstand engagieren wollen“, sagt Kapplusch.

* www.klein-nordende.de

 

Elmshorner Nachrichten, 11.06.2021

Zurück