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Vorhang auf für Lieth Allstars

Cheerleading: Die SV Lieth hat eine neue Abteilung / Für jede Altersklasse soll es ein Leistungs- und ein Breitensport-Team geben

Am 18. Oktober trainierten einige Allstars-Aktive schon einmal zur Probe. FOTO: RAMONA DANIEL

KLEIN NORDENDE Ein harter Schlag war es sportartenüber­greifend für die Aktiven und Trainer aller Sportvereine, als die Politiker Ende Oktober ei­ne ab dem 2. November gelten­de, erneute Corona-Zwangspause beschlossen. „Ganz be­sonders bitter“ war die aber laut Daniela Hentschke-Jelliti für die Lieth Allstars: Bei der Cheerleading-Sparte der SV Lieth, die im Oktober neu ge­gründet worden war, sollte am Sonntag, 1. November das ers­te Probetraining stattfinden.

„Dieses hätten wir sogar noch durchführen können, weil die Beschränkungen ja erst ab dem 2. November gal­ten“, befand Hentschke-Jelliti. Die Vorsitzende der SVL-Cheerleading-Abteilung stell­te aber klar: „Da die Corona-Gefahr einen Tag zuvor kei­nesfalls geringer war, haben wir uns, wenn auch schweren Herzens, sicherheitshalber für eine Absage entschieden.“

Dies war bedauerlich, da sich für das erste offene Training 30 Interessierte angemeldet hat­ten. „Und das, obwohl wir im Oktober nur arg eingeschränkt Werbung gemacht haben“, gab Hentschke-Jelliti zu beden­ken. Neben der Mund-zu-Mund-Propaganda hatten die Gründer der Allstars, zu denen neben Hentschke-Jelliti auch ihre Stellvertreterin Ramona Daniel und Schatzmeisterin Maristella Loi zählen, lediglich bei Instagram auf das neue Sport-Angebot hingewiesen.

Bei Instagram gibt es digitale Wettkämpfe

Zu dritt führen Ramona Daniel (v. li.), Maristella Loi und Daniela Hentschke-Jelliti die Cheerlea­ding-Sparte der SV Lieth an. FOTO: SARA YASMIN JELLITI

Auf jenem Instagram-Kanal finden nun digitale „Wett­kämpfe“ statt: Höchster Jump, schönste Bodyposition sowie Schleifendesign sind einige der Aufgaben. „Damit wollen wir unseren potentiellen neu­en Sportlern Zusammenhalt vermitteln und sie motivieren, die Zwangspause durchzuhal­ten“, so Hentschke-Jelliti. Die Vorsitzende „hofft, dass alle Interessierten, die sich für den 1. November angemeldet hat­ten, am Probetraining teilneh­men, sobald es stattfindet“.

In den vergangenen Jahren hatte Hentschke-Jelliti bei den Wedel Satellites, den Cheer­leadern des SC Rist Wedel, erst als Mutter (seit 2012) und ab 2014 als Trainerin Erfahrun­gen gesammelt. Loi ist seit 2013 Übungsleiterin und noch bis zum 31. März 2021 für die Satellites tätig, ehe sie auch als Trainerin in Klein Nordende einsteigt. Gemeinsam wollen sie etwas Neues aufbauen: „Und wir sind den Liether Verantwortlichen sehr dank­bar, dass sie uns das nötige Vertrauen entgegenbringen“, betonte Hentschke-Jelliti.

Überwiegend werden die Allstars, wenn es die Bestim­mungen wieder erlauben, in der Bürgermeister-Hell-Halle an der Klein Nordender Schul-Straße trainieren. „Wir haben die Stadt Elmshorn aber auch um Hallenzeiten in Elmshorn gebeten“, verriet Hentschke- Jelliti. Unabhängig von der Halle sei es das Ziel der All- stars-Offiziellen, „jedem Kind den Zugang zum Sport zu er­möglichen“, so die Abteilungs­leiterin. Hentschke-Jelliti, die auch im Bereich Bühnen-Coaching tätig war, möchte „den Jugendlichen in Elmshorn und Umgebung die individuelle Sportart näherbringen“.

Zahlreiche Elemente des Sports werden vereint

Cheerleading beinhaltet, auch darin sind sich Daniel, Hentschke-Jelliti und Loi ei­nig, „viel mehr, als Außenste­hende oft denken“. Demnach seien Wurfelemente, Hebefi­guren, Turnen, Sprungdiszi­plinen und Tanz „nur ein paar der Bestandteile, die zum Cheerleading gehören“, so Hentschke-Jelliti, die präzi­sierte: „Cheerleading vereint Fitness, Akrobatik, Tanzen, Turnen sowie Kraftsport ge­paart mit einer riesengroßen Portion Teamgeist, Ehrgeiz und Motivation.“ Deshalb ist Cheerleading für die drei Gründerinnen der Lieth All­stars „längst mehr als nur ein Sport“, nämlich „eine Lebens­einstellung“, die sie „mit jeder Faser des Körpers leben“.

Anders als die Satellites, die neben Meisterschaften oft bei Basketball-Heimspielen des SC Rist Wedel auftraten, und die Elmshorn Maniacs, die regelmäßig zum Rahmenpro­gramm der Footballer der Elmshorn Fighting Pirates zählten, werden die Allstars „kein Seitenlinien-Cheerleading machen“, wie Hentschke-Jelliti betonte. „Wir möchten den Sport in den Vordergrund rücken und vor allem selbst an Meisterschaften teilnehmen“, so die Vorsitzende, die aber versprach: „Tragen etwa die Liether Fußballer eine beson­dere Veranstaltung aus, treten wir dort auch sehr gerne auf.“

Aktuell gibt es bei den Lieth Allstars die „Rebels“, die als sogenanntes PeeWee-Team den Vier- bis etwa Elfjährigen eine sportliche Heimat geben, und die „Fighters“. In diesem Junior-Team trainieren die Zehn- bis 15-Jährigen. Die Gründung eines Senior-Teams wird angestrebt. „Da hatten wir auch schon Anfragen“, so Hentschke-Jelliti, die als „Fernziel“ ausgab, in allen drei Altersklassen jeweils ein Brei­tensport- und ein Meisterschafts-Team - dem Letztge­nannten sollen zwölf bis 30 Aktive angehören - zu stellen.

„Unser Angebot richtet sich nicht nur an jeden ambitio­nierten Sportler, sondern auch an alle, die sich ein bisschen bewegen wollen“, so die Abtei­lungsleiterin. Wer Interesse daran hat, sich den Allstars an­zuschließen, erhält per E-Mail an kontakt@lieth-allstars.de weitere Informationen.

„Wir sind voller Vorfreude darauf, vielleicht noch im Dezember, spätestens aber im neuen Jahr loslegen zu dür­fen“, versicherte Hentschke- Jelliti. Wenn das Sporttreiben wieder erlaubt wird, könnte bei den Lieth Allstars also auch der Jubel noch größer sein, als bei den meisten anderen Sportvereinen... Johannes Speckner

Elmshorner Nachrichten, 20.11.2020

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