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Schule: Sanieren oder neu bauen?

Konzept soll die Kosten für die Grundschule Klein Nordende aufzeigen

Die Grundschule in Klein Nordende besuchen zurzeit 192 Kinder. FOTO: WITTMAACK

KLEIN NORDENDE Die Grundschule in Klein Nord­ende ist in die Jahre gekom­men und muss saniert wer­den. Darüber sind sich alle Verantwortlichen einig. Doch wie teuer werden die anste­henden Arbeiten? Um auf die­se Frage eine Antwort geben zu können, haben die Mitglie­der der Verbandsversamm­lung des Schulverbandes Klein Nordende-Lieth ein Sa­nierungskonzept angescho­ben. Nach aktuellen Schät­zungen dürften allein die Kos­ten für den Brandschutz bei etwa einer Million Euro lie­gen. Das Sanierungskonzept soll daher auch einen mögli­chen Schulneubau einschlie­ßen und vergleichen, was letztlich wirtschaftlich sinn­voller ist: Neubau oder Sanie­rung der bestehenden Grund­schule.

„Wir brauchen für einen Be­schluss eine vernünftige Kos­tenaufstellung“, bemängelte Verbandsvertreterin Katerina Nassis-Klaus die Vorlage, die den Mitgliedern der Ver­bandsversammlung vorlag. Darin wurden Teilsummen zum Thema Brandschutz aus­gewiesen. „Ende August ist  eine erste Kostenschätzung für die Umsetzung der not­wendigen Brandschutzmaß­nahmen eingegangen. Die Summe hierfür beläuft sich auf rund 280000 Euro“, heißt es darin. Nicht in der Schät­zung enthalten seien jedoch die Kosten für Heizung/Sanitär und Elektrik. Und auch darüber hinaus sei mit hohen Ausgaben zu rechnen.

Im Bereich der Elektro­infrastruktur müsse von einer Komplettsanierung ausge­gangen werden. „Wir haben in der Schule teilweise Verdrah­tungen, die uralt sind“, erklär­te Verbandsvorsteher Mi­chael Krohn (Foto). Im Sep­tember habe es eine Begehung mit einem Elektriker gegeben. „Da einige Sicherungskästen in Fluren liegen und auch einen recht großer Anteil so­gar im Treppenhaus zur Hausmeisterwohnung, ent­steht hier schon Handlungs­bedarf“, so Krohn. Schätzun­gen gehen zurzeit insgesamt von anfallenden Kosten in Höhe zwischen 300000 und 500000 Euro aus.

Weitere Maßnahmen, die in der Schule in den nächsten Jahren vermutlich noch an­stehen werden: Gegebenen­falls eine räumliche Erweite­rung (Betreuung), sollte ein Rechtsanspruch auf Ganz­tagsbetreuung im Bundestag beschlossen werden. Die Hei­zung ist Baujahr 1988. Die Räume in den ältesten Gebäu­deteilen haben keine schallre­duzierenden Decken. Auch die Umstellung der Beleuch­tung auf LED könnte gefor­dert werden. Eine energeti­sche Sanierung der Schule ist bisher nicht erfolgt. Die Maß­nahmen der Digitalisierung sind auch noch nicht geplant.

In der Vorlage der Ver­bandsversammlung wird ein Schulneubau auf fünf bis sechs Millionen Euro ge­schätzt - je nach Ausstattung und Größe, und abhängig vom Umfang der weiter nutzbaren neueren Gebäudeteile. Ob die Neubauvariante am Ende so­gar günstiger werden könnte als eine umfangreiche Sanie­rung, soll nun das Sanierungs­konzept zeigen. Für Brand­meldeanlage, Sicherhcitsbc- leuchtung und Lautsprecher­anlage wurden bereits für die­ses Jahr 160000 Euro in den Haushalt eingestellt, von denen nach Aussage von Krohn etwa 30000 Euro auf­gebracht seien. Die restliche Summe soll nun umgewidmet werden und für das Sanie­rungskonzept bereit stehen. Krohn und die Mitglieder der Verbandsversammlung hof­fen auf eine „schnellstmögli­che Umsetzung“, damit sie mit konkreten Zahlen weiter planen können. Die Grund­schule in Klein Nordende be­suchen zurzeit 192 Jungen und Mädchen. Für das nächs­te Schuljahr liegen 58 Anmel­dungen vor. Carsten Wittmaack

Elmshorner Nachrichten, 02.11.2019

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