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439 Läufer traten an zum Kalkgrubenlauf

FOTO: JANN ROOLFS

KLEIN NORDENDE Zum ersten Mal wurde in Klein Nordende der Kalkgrubenlauf veranstaltet. Ge­nau 439 Sportler ließen es sich nicht nehmen und liefen in unter­schiedlichen Distanzen rund um die Liether Kalkgrube. Nicht nur der Spaß am Sport stand dabei im Fokus der Veranstaltung. So soll der Erlös des Laufs an das Johannis Hospiz Elmshorn gehen.

Grubenlauf: Eine Idee bewegt

439 Läufer treten in Klein Nordende über verschiedene distanzen an, mit 200 Sportlern ist der Fünf-Kilometer.Lauf der beliebteste. FOTO: JANN ROOLFS

439 Läufer liefen für den guten Zweck

KLEIN NORDENDE „Ab und zu laufen wir sowieso“, zwei bis drei Mal pro Woche joggt Krista Purina aus Klein Nord­ende. Ihr Freund Pascal Sode­mann, auch aus Klein Nord­ende, ist ehrenamtlicher Fuß­ballschiedsrichter, da kommt er pro Spiel auf zehn bis zwölf Kilometer Laufstrecke; um dafür fit zu sein, trainiert er. Heute treten beide beim Zehn-Kilometer-Lauf in ih­rem Heimatdorf an.

Ungefähr eine Dreiviertel­stunde sollen die beiden Run­den um die Liether Kalkgrube dauern, das hat sich Pascal So­demann als ehrgeiziges Ziel gesetzt. Krista Purina ergänzt: „Für den guten Zweck“ sind die beiden auch dabei. Denn der Erlös des ersten Kalkgru­benlaufs, der am Sonntag in Klein Nordende stattfindet, geht ans Elmshomer Johan­nis Hospiz.
Mit 439 Läufern und Wal­kern zwischen drei und 82 Jahren sind alle Startplätze schon seit einer Woche verge­ben, strahlt Organisatorin Andrea Grafe. Sie läuft selbst gern, hat sich eine Strecke rund um die Kalkgrube ausge­dacht und ihre Idee im dörfli­chen Sport- und Kulturaus­schuss vorgestellt: „Derganze Ausschuss war begeistert“, erzählt sie. Fürs Organisatori­sche holte die Gemeinde des Sportverein SV Lieth ins Boot; gemeinsam mit dessen Ver­treter Nils Hammermann moderiert Grafe die Veran­staltung. Andere Vereine des Dorfes unterstützen den Lauf und damit das Hospiz mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen oder Bratwurst. Der Spielmannszug hat seine Trommler geschickt, die ste­hen an der Strecke und feuern die Läufer mit ihren Instru­menten an.

Gelaufen wird fünf oder zehn Kilometer weit, gewalkt ebenfalls. Kinder ab sieben gehen auf eine anderthalb Ki­lometer lange Distanz - einige laufen auch gleich fünf Kilo­meter. Für die ganz Kleinen zwischen drei und sechs gibt es ein Wettrennen über 400 Meter. Angefeuert werden sie alle von Klein Nordendem, die an der Strecke stehen oder im Zielbereich ihre Liebsten erwarten.

Jan Erik Wittenhagen trägt nach fünf Kilometern Laufen sei­ne Tochter Marlene über die Ziellinie. FOTO: JANN ROOLFS
Die Trommler des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth feuern die Läufer an. FOTO: JANN ROOLFS

Doreen Welack vom Johan­nis Hospiz weiß noch nicht, wieviel Geld bei dieser Veran­staltung für ihre Einrichtung gesammelt wird aus Start- und Spendengeldem und Ver­kaufserlösen. Aber das ist für sie und ihre Kolleginnen im Info-Pavillon auch erstmal nicht so wichtig. Welack will „Mut machen, zu uns zu kom­men, bevor man uns braucht.“ Denn vielen sei das Thema Tod unangenehm. Vom Klein Nordender Engagement ist sie begeistert: „Dieser Ort ist so rührig!“

shz : Mehr Bilder vom Kalkgrubenlauf gibt es online auf www.Elmshorner-Nachrichten.de

Elmshorner Nachrichten, 20.05.2019

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