Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Dorfflohmarkt leidet unter Dauerregen

Trotz Schmuddelwetters waren zahlreiche Schnäppchenjäger unterwegs

Familie Borbe trotzte dem Regen unter einem eher notdürftig schüt­zenden Verkaufs-Pavillon. FOTO: CARSTEN WITTMAACK

KLEIN NORDENDE Wetter-Tristesse statt Shopping- Spaß. Beim vierten Klein Nordender Dorfflohmarkt gab in diesem Jahr das Wetter den Takt vor. Schon Stunden vor dem offiziellen Verkaufs­start um 11 Uhr setzte Land­regen ein, der sich bis weit in den Nachmittag hinein hielt. Die dunklen Wolken sorgten dafür, dass etliche Verkäufer erst gar nicht ihre Stände im Garten oder auf der heimi­schen Auffahrt aufbauten. Zu jenen, die den Wetterunbil­den trotzen, gehörte Familie Borbe. „Wir haben einen ge­meinsamen Stand, aber ge­trennte Kassen. Einmal Juni­or, einmal Senior“, erklärte Inga Borbe, die gemeinsam mit Hans Borbe und Ingelore Richter ihren Pavillon an der Grundstückseinfahrt aufge­baut hatten.

Im Angebot: Bilder, Schu­he, Bücher, Porzellan, Wand­lampen. Eben so ziemlich al­les, was sich über die Monate und Jahre in einem Haus­stand ansammelt. Besser dran waren all jene Verkäu­fer, die in eine Garage aus- weichen konnten. So wie Margret Heinzius, die an ih­rem Stand vor allem auf Kin­derspielzeug setzte. Schon um 11 Uhr schauten sich et­liche Schnäppchenjäger bei ihr um. Wobei nach Herzens­lust gefeilscht werden durfte. Eine Lego-Feuerwehr, oder besser gleich noch ein knall­rotes Polizei-Schiff drauf zu? Alles kein Problem. Alles eine Frage des Preises.

In Friesennerze gehüllt, trotzten die Schnäppchenjä­ger dem Wetter. Einige bum­melten zu Fuß von Stand zu Stand, andere sprangen nur kurz aus dem Auto, um sich gezielt die Angebote anzuse­hen. Dass trotz des Regens so viele Käufer unterwegs wa­ren, beweist, dass sich der Klein Nordender Dorffloh­markt bereits zu einer festen Institution in der Gemeinde gemausert hat. Zur besseren Orientierung gab es einen Lageplan, wobei viele Besu­cher ihrem Instinkt folgten und einfach drauflos stöber­ten. Vier Stunden lang, von 11 bis 15 Uhr, durfte ge­feilscht werden. Organisiert wurde der Markt vom örtli­chen Familienausschuss. Zu­gelassen als Verkäufer waren ausschließlich Klein Norden­der Privatleute und keine professionellen Händler.

Elmshorner Nachrichten, 30.04.2019

Zurück