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Streit um Vorflutleitung

Jetzt spricht der AZV / Zweckverband hält Vorwürfe der Anwohner für unbegründet

ELMSHORN/KLEIN NORDENDE Eine simple Abwasserleitung erhitzt die Gemüter. Die provisorische Vorflutleitung des Abwasser Zweckverbands (AZV) Südholstein sollte eigentlich Ärgernisse vermeiden. Während notwendiger Schacht- und Kanalsanierungsarbeiten dient sie zur sicheren Abwasserentsorgung zwischen Elmshorn und Klein Nordende. Doch das Gegenteil ist der Fall. Anwohner des betroffenen Gebiets machten dem AZV den Vorwurf, nicht ausreichend über das Vorhaben informiert worden zu sein.
So stehen lassen will der AZV diese Anklagen jedoch nicht. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärt Miriam Fehsenfeld, Zuständige für die Öffentlichkeitsarbeit, ihre Sicht der Dinge. Hiernach seien sämtliche Anwohner rechtzeitig am 27. beziehungsweise 28. September in Form eines Informationsschreibens aufgeklärt worden. Zwar räumt der AZV ein, dass parallel schon mit den Arbeiten begonnen worden sei, allerdings fernab der Häuser. "Die Anwohner haben bereits eine Woche vor Beginn der Arbeiten im Wohnumfeld von uns ein Infoschreiben erhalten", so heißt es. Und weiter: "Zusätzlich wird jeder Anwohner von uns noch mal individuell informiert werden, wenn der Kanalabschnitt unmittelbar vor seinem Haus zur Sanierung ansteht."
Auch die weiteren Bedenken der Hauseigentümer, was Verkehrsführung sowie Sicherung der Durchfahrt für Müll- und Einsatzfahrzeuge anbelangt, thematisiert die Stellungnahme. Im Fokus der Aussage: Sämtliche Schritte seien detailliert mit der Stadt Elmshorn abgesprochen und in Folgedessen genehmigt. "Die Durchfahrtsmöglichkeiten von Rettungswagen etc. wurden im Zuge des Genehmigungsverfahrens natürlich geprüft", werden die besorgten Elmshorner beruhigt. Ein weiterer Aspekt: Gerüchte, die Arbeiten des AZV seien bereits in Verzug geraten. Viele Anrainer des Nordender Wegs bezweifeln schon jetzt, dass das Vorhaben termingerecht beendet werden kann. Der AZV sieht das anders: "Bezüglich des Zeitplans gehen wir nach wie vor davon aus, dass die Arbeiten bis Weihnachten abgeschlossen sind." lib

aus den Elmshorner Nachrichten vom 20.10.2010

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