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Einsatz für den Erhalt der Liether Kalkgrube

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Mit viel Freude befreiten die Mitglieder des Arbeits-kreises "Liether Kalkgrube" den Gipshut von seinem Bewuchs. PASKE

KLEIN-NORDENDE Bewaffnet mit Heckenscheren, Spaten, Baumscheren und Unkraut-Jäter rückten 12 Mitglieder des Arbeitskreises "Liether Kalkgrube" der Gemeinschaft zur Erhaltung von Kulturgut in Tornesch am Sonnabend dem Schilf-, Birken und Grasbewuchs im Naturschutzgebiet Liether Kalkgrube zu Leibe. Besonders der Gipshut, die Kappe des Salzstocks, wurde vom Bewuchs befreit, um die geologischen Besonderheiten dieses Gesteins wieder sichtbar zu machen. Um 9 Uhr morgens machten sich die Männer in Gummistiefeln, warmen Jacken und Mützen vom Parkplatz aus auf den Weg, um mit den sogenannten "Entkusselungsarbeiten" zu beginnen. "Das ist der Auftakt zu den Arbeiten, die wir nur in der vegetationsarmen Zeitvom 15. September bis zum 15. März machen können", erzählte Hans-Joachim Wohlenberg, Schutzgebietsreferent der Kulturgemeinschaft. Er engagiert sich besonders für die Liether Kalkgrube. "Ich erinnere mich noch an die Zeit, als hier noch Salz abgebaut wurde. Als das beendet war, habe ich daran mitgearbeitet, dass die Kalkgrube als Nationaler Geotop erhalten blieb. Daher habe 1995 auch die Betreuung übertragen bekommen", sagte Wohlenberg, während er stolz seinen Blick schweifen ließ. Auch Roland Vinx, Professor für Geologie an der Universität in Hamburg hat einen persönlichen Bezug zu dem Naturschutzgebiet und hilft daher gerne. "Die Kalkgrube fasziniert mich schon lange, früher bin ich immer mit dem Fahrrad von Hamburg hergefahren. Auch für die Forschung ist es wichtig, dass sie gut erhalten wird", sagte er. Um möglichst viel zu schaffen, teilten sich die Helfer auf, so kümmerten sich einige darum, den Gipshut von ungewünschten Pflanzen und Unkraut zu befreien, andere kämpften gegen Schilfbewuchs und Wasserpest am und im Grundwassersee. Dass sie den Vormittag gerne zusammen verbrachten und Spaß an der gemeinsamen Arbeit hatten, war allen Helfern deutlich anzumerken. Immer wieder hielten sie zwischendurch inne, um ein paar Worte zu wechseln und lachten miteinander.

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Peter Olbrisch und seine Enkelin Lena arbeiteten Hand in Hand. AKP

"Wir haben wirklich Freude an der Arbeit in der Gruppe", so Wohlenberg. Sogar der Nachwuchs packte mit an. Um 10.30 Uhr kam die zwölfjährige Lena dazu, um ihren Großvater Peter Olbrisch zu unterstützen. "Ich bin oft und gerne in der Kalkgrube, hier mitzuhelfen macht mir einfach Spaß", sagte sie. Um 13.30 Uhr - nach Bergen von ausgerissenem Unkraut, abgeschnittenen Ästen und beseitigtem Schilf - waren die Arbeiten für diesen Tag beendet. Die Mitglieder des Arbeitskreises "Liether Kalkgrube" stärkten sich mit einer heißen Gulaschsuppe und hatten einiges von ihren erfolgreichen Arbeiten zu berichten. Die Entkusselungsarbeiten sind nur ein Teil der Aufgaben des Arbeitskreises. Seit 1995 kümmern sie sich um die Pflege der Kalkgrube, machen regelmäßig Kontrollgänge und sorgen dafür, dass alles sicher ist. akp

aus den Elmshorner Nachrichten vom 20.10.2009

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