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Rosenstand soll weg

Klein Nordende: Kreis moniert fehlende Baugenehmigung. Bürgermeister empört.

Klein Nordende (ne). Akuter Mangel an Baugenehmigungen herrscht in Klein Nordende. So darf der neue Rosenstand am Sandweg (Bundesstraße 431) nach Stand der Dinge für die Saison 2009 nicht wieder geöffnet werden. Für den Rosenstand verlangt der Kreis Pinneberg eine Baugenehmigung, die vor Einrichtung des Standes hätte erteilt werden müssen. "Eine nachträgliche Genehmigung ist laut dem Kreis nicht mehr möglich", erklärte Hans-Barthold Schinckel während der Gemeinderatssitzung im Gemeindezentrum. Von der Gemeinde sei die Einrichtung des Rosenverkaufsstandes gestattet worden. Demnächst, vermutete der Bürgermeister kopfschüttelnd, werde man sogar für jedes Vogelhäuschen eine Baugenehmigung brauchen. Ebenfalls eine Baugenehmigung verlangen der Kreis und die Untere Wasserbehörde, damit die am Schreddertag im November angelieferten strukturlosen Materialien kompostiert werden können. Diese Materialien, so hatte es sich die Gemeinde ursprünglich gedacht, sollten zwei Jahre in der Kuhle der Firma Uhl liegen bleiben. Die dann kleinere Kompostmenge sollte auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. Gespart hätte die Gemeinde einige tausend Euro. Kreis und Wasserbehörde fordern aber für den Kompostierplatz als Untergrund eine wasserdichte, 16 Zentimeter dicke Betonplatte. "Für uns viel zu teuer", winkte Schinckel ab. Das Material sei nun wieder ohne Kompostierung auf das Land gebracht worden, und die Sache sei damit erledigt.
Abgehakt ist auch der Haushalt 2009, der allerdings mit Entnahmen von 70900 Euro aus dem Vermögenshaushalt und 57 700 Euro aus der Rücklage ausgeglichen werden musste. Hintergrund des Defizits sind zu geringe Einnahmen. Festgesetzt wurden der Verwaltungshaushalt mit 3 038 600 Euro und der Vermögenshaushalt mit 694 100 Euro.
Erhöht wurden für 2009 die Steuersätze A von 270 auf 295 und B von 280 auf 295 Punkte. Die Gewerbesteuer bleibt bei 310 Punkten. Mit der Erhöhung, so der Bürgermeister, sei die Gemeinde bei dem defizitären Haushalt einer Erhöhung durch das Land auf dann 330 Punkte zuvorgekommen.
Knackpunkte des Haushalts 2009 sind die Kosten für weiterführende Schulen von 245 500 Euro, die Schulverbandsumlage mit 137 200 Euro und die Wegeunterhaltung mit 50000 Euro. Während die Umlage des Amtes Elmshorn-Land mit 397000 Euro gleich geblieben ist, hat sich die Kreisumlage von 789 100 auf 857 000 Euro erhöht, stolze 28 Prozent des Verwaltungshaushalts. "Das tue deshalb so weh, weil oft der Gegenwert zur Kreisumlage fehlt", stellte Schinckel fest.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 19.12.2008

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