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Christin Liedtke: Erst Rekord, jetzt vorm Ticket für die DM

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Beim Volkslauf in Heide hat Chris- tin Liedtke die 37-Minuten-Marke geknackt.

Klein Nordende (mb). Das wird wieder eine neue Erfahrung für Christin Liedtke. Am Sonnabend, 20. Juni, hat die 15 Jahre alte Schülerin aus Klein Nordende erstmals in ihrer Laufkarriere die Möglichkeit, sich für eine Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren. Das Lauftalent aus der Elmshorner Nachbargemeinde, seit Anfang Mai Mitglied der Leichtathletik-Gemeinschaft Wedel-Pinneberg, tritt bei den Hamburger Meisterschaften auf der Jahnkampfbahn über 3000 Meter an. Der Wettkampf auf der Tartanbahn im Hamburger Stadtpark ist eine Premiere. "Sie ist die Strecke noch nie auf Tempo gelaufen", sagte ihr Vater Rainer Liedtke.
Dennoch spricht vieles dafür, dass sich Christin Liedtke auf Anhieb für die DM im August qualifizieren kann. Die Norm liegt bei 10:50 Minuten. Diese Zeit hat Christin Liedtke auch schon als Durchgangszeit über insgesamt deutlich längere Distanzen geschafft - wenn auch auf der Straße. So hat die Gymnasiastin erst unlängst ihre persönliche Bestzeit über 10 Kilometer auf 36:33 Minuten gedrückt. Damit war sie beim Jubiläumslauf in Heide mehr als eine Minute schneller als die zweimalige Elmshorner Stadtlaufsiegerin und Abonnements-Landesmeisterin Anke Tiedemann. Es war das erste Mal, dass Christin die 37-Minu-ten-Marke knackte. Zugleich war dies ein neuer Streckenrekord für den Lauf in der Dithmarscher Kreisstadt.
Dabei hatte Christin Liedtke während der zehn Kilometer ihren gesteckten Fahrplan nahezu komplett über den Haufen geworfen. "Meine Vorgage, nicht zu schnell anzulaufen und den Schnitt von 3:40 Minuten pro Kilometer hielt ich wieder nicht ein", erzählte sie. Nach knapp drei Kilometern hatte sie Anke Tiedemann das erste Mal eingeholt. Einmal noch konterte die Kielerin, dann zog die weniger als halb so alte Christin Liedtke endgültig vorbei - und hatte spätestens bei Kilometer acht ihre Konkurrentin vorläufig vergessen. Als die Uhr 29:13 Minuten zeigte, zählte nur noch die persönliche Bestzeit. "Ich fühle mich gut, versuchte mich zu konzentrieren und das Tempo auf den letzten zwei Kilometern hoch zu halten. Als ich ins Stadion lief, hörte ich, wie ich als erste Frau angekündigt wurde. Jetzt musste ich nur noch eine Stadionrunde absolvieren. Die Zuschauer pushten mich auf den letzten Metern und ich lief ins Ziel." Der Blick auf die Uhr verriet: Ziel erreicht.
Bei den Hamburger Meisterschaften der Werfer holte Tara Rohlfing (LG Wedel-Pinneberg) zwei Titel der Altersklasse W 16: im Diskuswerfen mit 24,08 Meter im einzigen gültigen Versuch und im Hammerwerfen mit 32,88 Meter.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 19.06.2009

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