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Letzter Vorhang für die "Kellermüs"

Letzter Vorhang für die "Kellermüs"

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Theatergruppe nimmt nach 18 Jahren Abschied von der großen Bühne. Viel Applaus in der Bürgermeister-Hell-Halle.

KLEIN NORDENDE. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge hat sich die Theatergruppe "De Kellermüs ut Nordend" von der großen Bühne verabschiedet. Das "weinende" Auge wurde beim kurzen Rückblick auf 18 Jahre "Kellermüs" und beim Schlussapplaus sichtbar. Das lachende Auge wiederum wurde bei der großen Spielfreude, dem gelungenen Sketsch zu Beginn der Vorstellung, beim vielfachen Szenenapplaus deutlich.

Aber der Reihe nach. Bei dem Stück "Een Leven naa Edda" von Wolfgang Bender handelt es sich um einen Einakter. Das war den Kellermüs zu wenig Theater für den letzten großen Auftritt und deshalb hatten sie für ihr Publikum noch eine Überraschung parat. Zu Beginn der Veranstaltung in der Bürgermeister-Hell-Halle mischten sich Renate Schüssler und Renate Bartl als Putzfrauen unter das Publikum. "Nicht lang klagen, Renate fragen", war ihr Motto und sie berichteten amüsant von ihrer "Arbeit" in einem Wellness-Hotel.

Verschiedene Fundstücke, von der Krawatte bis zum Negligé, wurden ebenso präsentiert, wie Anekdoten rund ums Reinigen der Sauna. Herzlich gelacht wurde immer dann, wenn die beiden Zuschauer in das Geschehen mit einbezogen. Da wurde kurzerhand ein auf den Boden gefallenes Brezel entsorgt, ein krawattenloser Zuschauer mit einem passenden Schlips versorgt.

Nach einer kurzen Pause war es schließlich soweit, zum letzten Mal öffnete sich für die Kellermüs der Vorhang der großen Bühne. Mit ein bisschen Lampenfieber, viel Spaß und Spielfreude präsentierten de Kellermüs "Een Leven naa Edda".

Edda (Renate Bartl), als Hausdrachen verschrien, kommt nach einem Krankenhausaufenthalt wieder nach Hause zurück. Angeblich um dort in aller Ruhe aus dem Leben zu scheiden. Ihre Halbschwester Hermine (Ilona Bartl) und ihr Ehemann Karl-Otto (K.O.) (Henny Otto) hatten ihr diesen Wunsch schweren Herzens ermöglicht. Das Problem: Während des Krankenhausaufenthaltes hatten sich Ehemann und Schwester bereits auf ein Leben nach Edda eingerichtet. K.O. widmet sich der Malerei, Hermine ihrem Alfons. Dass Edda wieder zu Höchstform aufläuft passt allen Beteiligten nicht.

Gelungene Wortspiele sorgten im Laufe der Aufführung immer wieder für Szenenapplaus und mit dem Schlussbeifall feierte das Publikum den gelungenen letzten großen Auftritt der Theatergruppe. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 19.02.2013

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