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Baupläne spalten Klein Nordende

Neue Häuser trotz einiger Leerstände?

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Kritiker und Interessenten am Bebauungsgebiet Bürgermeister-Diercks-Straße fanden sich zur Anhörung im Klein Nordender Gemeindezentrum ein

KLEIN NORDENDE Die Einwohnerversammlung zum Klein Nordender Bebauungsplan Nummer 31, Bürgermeister-Diercks-Straße, führte im Gemeindezentrum sowohl Grundstücksinteressenten als auch Gegner der Planungen zusammen. Sachliche Fragen und hoch kochende Emotionen wechselten sich an diesem Abend ab. Das Wedeler Ingenieurbüro Möller stellte zunächst den Bebauungsplanentwurf vor. Geplant sind 21 Baugrundstücke, die mit Einfamilienhäusern bebaut werden dürfen. Einzige Ausnahme bildet ein Grundstück an der neuen Planungsstraße. Hier könnten ein oder zwei Häuser mit insgesamt sechs Eigentumswohnungen entstehen.

Firsthöhe von bis zu 10,50 Meter

Eine Bebauungstiefe von 40 Meter, eine maximale Bebauung je Grundstück von 30 Prozent, eingeschossige Bauweise, bei der das Oberge-schoss maximal zwei Drittel der Fläche des Erdgeschosses haben darf, und eine Firsthöhe von 10,50 Metern sind weitere Eckdaten des Bebauungsplanes.
Die Gegner der Planungen kritisierten besonders die Firsthöhe, da die gegenüber liegenden Häuser meist nur eine Höhe von rund acht Metern aufweisen. Weitere Kritikpunkte waren der Gebäudekomplex für die Eigentumswohnungen, mögliche Anliegerbeiträge für eine neu zubauende Straße nach Vollendung der Bebauung sowie der Widerspruch angesichts leer stehender Einfamilienhäuser in der Gemeinde und gleichzeitiger Ausweisung von Baugrundstücken.

Prospekt sorgt für Aufregung

Viele Anwesende brachte auch der Prospekt des Immobilienbüros, das die Grundstücke an der Bürgermeister-Diercks-Straße verkaufen soll, auf die Palme. Die Anzeige vermittelte für die Kritiker den Eindruck, dass, im Gegensatz zu den Aussagen des Bauausschuss-Vorsitzenden Peter Bartl, die Planungen des Bebauungsgebietes bereits abgeschlossen wären. Einwände und Änderungswünsche der Anlieger deshalb nicht mehr berücksichtigt würden. Das relativierte Bartl, der klar stellte, dass eine Abwägung der Einwände aus der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Anwohner noch gar nicht statt gefunden hat. Dies soll erst während der nächsten Bauausschusssitzung im Januar erfolgen.
Während der Versammlung wurde auch die Frage nach dem Grundstückspreis gestellt. Die Antwort darauf blieb Bartl schuldig, da zunächst alle Erschließungskosten in den Quadratmeterpreis eingerechnet werden müssen. Die Gemeinde plant zudem Staffelpreise nach Lage der Grundstücke. mka

aus den Elsmhorner Nachrichten vom 18.12.2009

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