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Zoff um Planung am Ziegeleiweg

SPD kritisiert Details des Neubaugebietes

KLEIN NORDENDE en 180827Unter der Überschrift "Ortsentwicklung in Klein Nordende jetzt voranbringen" hat die Klein Nordender SPD um ihren Vorsitzenden Andreas Kamin eine Pressemitteilung herausgegeben, mit der sie auf einen Artikel in unserer Zeitung reagiert, in dem sich der Ortsverband der Grünen um Nikos Kuntz und die Wählergemeinschaft Klein Nordende, vertreten durch Ulrike Weers und Bürgermeister Adolf Luitjens, zur Entwicklung der Wohnbebauung in Klein Nordende geäußert hatten.

Die Sozialdemokraten hatten das Projekt grundsätzlich befürwortet, in Details aber andere Varianten favorisiert. "Die SPD-Fraktion hat sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, das Areal gegenüber dem Töverhuus zu überplanen und der Bebauung zuzuführen", schreibt Kamin. "Wir teilen aber die Kritik der Grünen, dass im Rahmen dieser Planungen einige sehr unglückliche Entscheidungen - ohne unsere Zustimmung -gefasst wurden."

Dies gelte insbesondere für die neu geschaffene Kreuzungssituation an der Ecke Dorfstraße/Ziegeleiweg. Diese ist aus SPD-Sicht "sehr problematisch, da die Vorfahrtsituation unübersichtlich ist". Autos aus dem Ziegeleiweg das Vorfahrtsrecht gemäß Rechts-vor-links-Regelung genießen, für Autos aus der neuen Baustraße gelte das nicht. "Unser Vorschlag war eine Kreisellösung, die bei dem einzigen Nachteil höherer Kosten.alle Verkehrsprobleme gelöst hätte", schreibt SPD-Ortschef Kamin.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: In der Gemeinde werde in den kommenden Jahren zunehmend Bedarf nach seniorengerechtem Wohnraum bestehen. Das dafür im neuen B-Plan vorgesehene Areal sollte ausschließlich für diese Zwecke Vorbehalten sein. Die jetzt geschaffene Öffinungsklausel im B-Plan komme "den Interessen der Investoren nach, nicht aber den Interessen der Gemeinde und ihrer Bürger". Der Kritik Luitjens, das Bürgerforum habe ihr Ortsentwicklungskonzept 2015 "auf den Tisch geknallt", widerspricht die SPD. Das Konzept sei in Arbeitsgruppen erarbeitet worden, an denen alle Fraktionen beteiligt waren. "In der Projektlenkungsgruppe waren der Bürgermeister und der Fraktionsvorsitzende der Wählergemeinschaft eingebunden."

Bei aller Kritik gehe es der SPD um die Zukunft der Gemeinde, so Kamin. Deshalb begrüße man, dass Bürgermeister Luitjens das Thema Ortsentwicklungskonzept ins Spiel gebracht habe. "Für die SPD war dies ein zentraler Punkt im Wahlkampf, auch CDU und Grüne hatten sich dafür ausgesprochen." Die Wählergemeinschaft habe sich in der letzten Legislaturperiode "hier wenig kooperativ " gezeigt, jetzt aber sehe die SPD gute Chancen, das Thema anzupacken und wolle "in der Gemeindevertretung die Initiative ergreifen". Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 27.08.2018

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