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Luitjens möchte, dass es Klein Nordende gut geht

Bürgermeister im Porträt

Sie sind Chefs und Repräsentanten ihrer jeweiligen Kommunen: Die Bürgermeister in den Gemeinden rund um Elmshorn erledigen ihre Arbeit ehrenamtlich. Unsere Zeitung stellt im Zuge einer Serie die Menschen vor, die hinter den Ämtern stehen. Heute: Adolf Luitjens aus Klein Nordende.

KLEIN NORDENDE Seit der konstituierenden Sitzung im Juni hat Klein Nordende einen neuen Bürgermeister. Adolf Luitjens von der örtlichen Wählergemeinschaft löste Amtsvorgänger Hans-Barthold Schinckel ab, der nicht mehr kandidierte. Luitjens ist 65 Jahre alt und seit 2005 Mitglied der Wählergemeinschaft (WG), die in Klein Nordende weiterhin mit absoluter Mehrheit regiert. Wobei im Dorfparlament gleich vier Fraktionen vertreten sind. Neben der WG gehören auch SPD, CDU und seit Neuestem auch die Grünen dem Gemeinderat an. Meinungsvielfalt ist also garantiert.

en 180818 2Seit vier Jahren sitzt Luitjens in der Gemeindevertretung und war bereits vor der Kommunalwahl im Mai Vorsitzender des Umweltausschusses. Vor zwei Jahren ging der ehemalige Verwaltungsbeamte am Hamburger Amtsgericht in Pension. "Ich fühle mich noch nicht alt", sagt Luitjens, außerdem habe er in seinem Beruf "viel Fachwissen gewonnen", das er nun weitergeben möchte. Privat ist der Bürgermeister verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern. Im November wurde Luitjens erstmals Opa.

Gefragt nach seinen Hobbys antwortet er: "Mein Garten, Lesen und Kochen." Ganz oben auf seiner Leseliste stehen Krimis aus Skandinavien und England, die mit psychologisch geschickt aufgebauten Handlungssträngen fesseln. Gekocht wird alles "von Erbsensuppe bis Sushi". Nur zwei Bedingungen sollten erfüllt sein: "Das Ganze muss Spaß machen und schmecken". Und frische Zutaten enthalten, denn Dosenfraß kommt bei Luitjens nicht auf den Tisch. Seinen Garten nutzt der frisch gebackene Bürgermeister als Ort der Ruhe und des Nachdenkens. Generell gilt bei ihm die Grundregel: "Vor dem Fällen einer Entscheidung erstmal eine Nacht drüber schlafen."

Politisch sind unter seiner Regie vorerst keine großen Veränderungen zu erwarten. "Ich möchte erstmal schauen, was machbar ist", hatte er . schon vor der Wahl angekündigt Generell sehe er sich als "primus inter pares", als Erster unter Gleichen also. Gerade sei man dabei, sich "zu sortieren". Ein Thema könnte demnächst ein Ortsentwicklungskonzept werden. "Dafür sind Landesförderungen von bis zu 75 Prozent möglich", sagt Luitjens. Fraglich ist, inwieweit dabei auf die Ergebnisse des Bürgerforums eingegangen wird, das vor einiger Zeit ein ähnliches Konzept vorgelegt hatte. Das Forum hätte seine Ergebnisse "auf den Tisch geknallt", kritisiert Luitjens. "So geht es nicht." Die Umsetzung größerer Projekte benötige "Zeit und Arbeit".

"Wir wollen alle, dass es unserem Dorf gut geht", hofft der 65-Jährige auf eine gute Zusammenarbeit aller politischen Kräfte in Klein Nordende. Dabei sei stets auch der monetäre Aspekt zu beachten. "Wir müssen schauen, was finanzierbar ist", sagt er. caw

aus den Elmshorner Nachrichten vom 18.08.2018

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