Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Von Sprintern und Entertainern

Beim Hunderennen des Elmshorner Vereins für Deutsche Schäferhunde maßen sich zum Vergnügen Vierbeiner aller Rassen und Größen

en 180620a

KLEIN NORDENDE Ein Hundeherrchen läuft mit Leckerlis in der Hand vor seinem Vierbeiner her und versucht den Dackel zum Rennen zu animieren. Stattdessen biegt die Hundedame ab und begrüßt die am Rand stehenden Zuschauer und Hunde. Mit nachhaltiger Überzeugungskraft kommt sie dann doch etwas verspätet ins Ziel.

Dieses amüsante Bild war nur eines von vielen, das sich am Sonntag den Zuschauern des fünften Hunderennens im Liether Wald bot. Organisiert wurde das Turnier von dem Elmshomer Verein für Deutsche Schäferhunde, der seinen Vereinsplatz hinter dem Gelände des SV-Lieth in Klein Nordende hat. Viele Besucher brachten Zelte und Campingstühle mit, um dem Spektakel von der Seitenlinie zu folgen. Es gab einiges zu sehen, denn bei dem Wettstreit waren alle Hundeklassen vertreten. Welpen, Minis, Midis, Maxis und sogar die Senioren konnten zeigen, wie schnell sie eine Strecke von ungefähr 50 Metern absolvieren können.

Ab zehn Uhr gingen die Hunde in den fünf verschiedenen Klassen an den Start. Dabei wurde der beste von drei Durchgängen gewertet. "Dieses Jahr haben wir eine Rekordanmeldezahl von 85 Hunden erreicht", freut sich Organisatorin Ilona Schlodfeldt. Außer Hundebellen und anfeuernden Rufen der Zuschauer war vor allem die Stimme des Kommentators Andreas Herrmann zu hören. Er führte mit Witz und Charme durch das Turnier und scheute sich auch nicht, die weniger gelungenen Rennen ein wenig aufs Korn zu nehmen. Alle Teilnehmer nahmen dies mit Humor -hier gehe es schließlich nicht ums Gewinnen, sondern allein um den Spaß, waren sie sich einig.

en 180620b

Und so läuft ein Hunderennen ab: Der Hundeführer geht an den Start. Während sein Hund festgehalten wird, läuft das Herrchen in Richtung Ziel und animiert seinen Vierbei-der dabei mit Leckerlis, Würstchen, Spielzeugen oder Luftballons. Wenn der Hundeführer bereit ist, wird der Hund losgelassen. In der Mehrheit der Fälle rennt der Vierbeiner los und versucht, sein "Rudel" so schnell wie möglich einzuholen.

en 180620cAm Sonntag gab es aber auch einige Hunde, die sich offenbar in der Rolle des Entertainers sehr wohl fühlten. Das sorgte für viele Lacher und gute Stimmung im Publikum. Ein Welpe fand alles andere spannender als sein Herrchen und versuchte, durch die Maschen des Zauns Kontakt zu anderen Hunden aufzunehmen.Eine Golden-Retriever-Hündin war darüber so begeistert, dass sie vor lauter Vorfreude über die Abgrenzung sprang und die Strecke schon einmal mitlief. Auch der Jack-Russel-Mischling Louis hatte beim ersten Versuch so seine Probleme. Ein paar Runden zuvor war einem Herrchen am Anfang der Rennstrecke eine Tüte Leckerlis geplatzt. Bisher interessierte sich kein einziger Hund dafür - bis der zehnjährige Louis an der Reihe war. Sein Herrchen rannte los und gab alles. Louis allerdings entdeckte die Leckerlis und fing in aller Seelenruhe an, nach und nach die Wiese davon zu befreien.

Kommentator Herrmann gab ihm direkt eine zweite Chance und die wusste der Senior zu nutzen. In einem beeindruckenden Tempo erreichte er das Ziel. Natürlich gab es auch zahlreiche Hunde, die die Strecke mit Bravour meisterten. Vor allem viele kleine Hunde überraschten mit Top-Zeiten.,,Man mag gar nicht glauben, dass ein Hund mit so kurzen Beinen so schnell laufen kann", staunte Herrmann. Besonders elegant sprinteten die Australian Shepheards, die kaum den Boden zu berühren schienen.

Pünktlich zum Länderspiel Deutschland gegen Mexiko endete ein gelungener Nachmittag mit der Siegerehrung. Sophia Conrad

RENNEN DIE SIEGER

Welpe: Diesel

Mini: Juna

Midi: Nala

Maxi: Thor

Senior: Pointer

aus den Elmshorner Nachrichten vom 20.06.2018

Zurück