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Neue Pläne für die alte Ziegelei

GEWERBEGEBIET Auch Künstler sollen sich ansiedeln

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KLEIN NORDENDE Die meisten Gewerbegebiete befinden sich in Autobahnnähe oder zumindest direkt an einer Hauptverkehrsstraße. Anders in Klein Nordende, wo aus dem Areal der alten Ziegelei ein Gewerbe- und Mischgebiet entstehen soll. Wer aus Elmshorn über die Dorfstraße kommt, muss links in den Ziegeleiweg ab-biegen. Entlang von Knicks und Weiden schlängelt sich der schmale Weg bis zum Rotenlehm, wo sich das 12800 Quadratmeter große Gebiet befindet. "Rund 7000 Quadratmeter sollen einmal Mischgebiet werden, etwa 5000 Quadratmeter Gewerbe, die restlichen 800 Quadratmeter Verkehrsfläche", erklärt Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel.

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Viel zu sehen von der ehemaligen Ziegelei ist auf dem Areal nicht mehr. Das alte Maschinenhaus direkt an der Straße ist noch das markanteste Gebäude. Ein paar Meter weiter steht das einstige Arbeiter-Wohnhaus, das sich ein Künstler als Galerie herrichten möchte. Die angrenzende Freifläche soll dann als Skulpturenpark genutzt werden.

Und wohnen möchte der Künstler auf dem Grundstück auch. Die Reste der eigentlichen Ziegelei wurden 2005 abgerissen, bereits im Sommer 2001 waren zwei Trockenschuppen nördlich des Maschinenhauses abgebrannt. Nun will sich ein Investor des Gebietes annehmen, das bereits grob eingeebnet wurde.

Zwischen dem Gras schauen immer wieder Fundamentteile der einstigen Bebauung hervor. "Was der Industriebetrieb im Boden hinterlassen hat, wissen wir nicht", gibt Hans-Barthold Schinckel zu. Direkt an das Areal grenzt eine Bahnlinie an. "Da sind noch die hohen Lärmschutzvorgaben zu klären", so Schinckel. Man könnte eine (sehr teure) Wand ziehen, einen Wall auf-schütten, oder eine neu zu bauende Gewerbehalle als Lärmbrecher nutzen. Letztere Variante scheint der Favorit des Bürgermeisters zu sein. Der würde gern heimische Betriebe auf dem Gebiet der alten Ziegelei ansiedeln.

Doch inwieweit die Gemeinde Klein Nordende hier ein Mitspracherecht gegenüber dem Investor hätte, sei ebenfalls noch zu klären. Und auch die Nachbarstadt Elmshorn, deren Hoheitsgebiet an die alte Ziegelei grenze, müssen den Gewerbe-Plänen erst noch zustimmen. Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 18.06.2016

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