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Führung durch die Kalkgrube

INKLUSIONSPROJEKT Schüler zeigen Menschen mit Behinderung Naturkleinod im Liether Moor

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KLEIN NORDENDE Neues Projekt in der Liether Kalkgrube: Am Freitag wird eine Führung von Schülern speziell für Menschen mit Behinderung angeboten. Möglich macht dies das Engagement von Jugendlichen der Klaus-Groth-Schule aus Tornesch. Die Schüler aus der Klasse 8c gehören der von Dr. Karen Strenge geleiteten Natur-Arbeitsgemeinschaft an, deren Augenmerk auf der Pflege und Nutzung der Liether Kalkgrube als "Grünes Klassenzimmer" liegt. Nun haben die Achtklässler eine Führung für Bewohner und Besucher der Freizeit- und Begegnungsstätte Georg-Hansen-Haus, einer Einrichtung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen in Elmshorn, vorbereitet.

Die Idee dafür hatten sie nach der Teilnahme an einer der "Barrierefreiheitskonferenzen", die von den Mitgliedern des Inklusionsprojektes
"Natur für alle im Kreis Pinneberg" unter Einbeziehung von Menschen mit Behinderung regelmäßig veranstaltet werden, Entwickelt. "Die Schüler waren begeistert davon, wie sich Teilnehmer mit geistiger Behinderung an den Projekten beteiligen", so Karen Strenge. Die Achtklässler werden am 20. Mai 14 Gästen aus der Elmshomer Einrichtung die Gesteins-, Pflanzen-und Tierwelt der Liether Kalkgrube erläutern und sie bei einfachen Experimenten anleiten. Namensschilder für ihre Gäste haben sie bereits
gestaltet. Auch Kuchen wollen sie backen und damit ihre Besucher in der Kalkgrube bewirten.

Die Führung ist nur ein Teil einer Kooperation, die die Schule mit der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie vertraglich vereinbart hat. So soll auch die bestehende Zusammenarbeit bei der Erstellung eines Naturerlebnisführers für den Kreis Pinneberg für Menschen mit Behinderung fortgeführt werden. So hat Karen Strenge mit Fünf-klässlern im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts Texte über die heimische Tier- und Pflanzenwelt gegengelesen, redigiert und ergänzt, die von Schülern des Förderzentrums Raboisenschule Elmshorn sowie Besuchern der Freizeitforder- und Begegnungsstätte Georg-Hansen-Haus verfasst wurden. "Ich bin begeistert von dem sozialen Engagement der Schüler und dem Einsatz von Frau Strenge", so Rainer Adomat von der Stiftung Hamburger Arbeiter-Kolonie, die den Schäferhof in Appen betreibt. Sylvia Kaufmann

aus den Elmshorner Nachrichten vom 18.05.2016

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