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Risse im Gebälk der Pausenhalle

Klein Nordende (mei). Der alte Vorsitzende der Wählergemeinschaft Klein Nordende (WG) ist auch der neue. Hans-Barthold Schinckel wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ebenso zügig und einmütig wurden auch Kassenwart Bernhard Thiele und Beisitzer Jans Bubat wieder gewählt.
Straff wurde auch die restliche Tagesordnung der Jahreshauptversammlung der Wählergemeinschaft abgearbeitet.
Hans-Barthold Schinckel hatte gleich zu Beginn der Sitzung launig darauf hingewiesen, dass um 20.45 Uhr das Fußballspiel des Hamburger Sportvereins gegen Manchester City beginne. Bis dahin sollte die Jahreshauptversammlung beendet sein.

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Mit einem Blumenstrauß bedankte sich der Vorsitzende der Wählergemeinschaft Klein Nordende, Hans-Barthold Schinckel (links), bei Hans-Werner Sommer für 25 Mitglied-schaft. Foto: Kamin

Erfreut stellte der Vorsitzende fest, dass von 52 Mitgliedern der Wählergemeinschaft 30 anwesend waren und 13 vorab ihr Fehlen entschuldigt hatten. Die Berichte aus den Ausschüssen der Gemeindevertretung nahmen während der Sitzung breiten Raum ein. Wer von den Ausschussvorsitzenden allerdings zu sehr ins Detail ging, wurde nicht nur von Schinckel mit einem Blick auf die Uhr gemahnt.
Der Vorsitzende des Bauausschusses Peter Bartel teilte den Anwesenden mit, dass für alle Grundstücke an der Lindentwiete innerhalb von sechs Wochen ein Käufer gefunden worden sei. Die Übertragung dieser Aufgabe an ein Maklerbüro war ein Erfolg.
Einziger Wermutstropfen: der Verkaufserlös war mit 600.000 Euro deutlich niedriger, als ursprünglich von der
Gemeinde geplant. Statt rund 160 Euro je Quadratmeter wurden die Grundstücke für 100 Euro verkauft.
Erfreulich sei für die Gemeinde, so Bartl, dass voraussichtlich an der Sandhöhe auch die zweite Straßenseite bebaut werden dürfe. Das nächste Baugebiet der Gemeinde werde an der Bürgermeister-Dierks-Straße entstehen, berichtete Bartl.
Schinckel wiederum zeigte den Anwesenden auf, wie eng der Klein Nordender Haushalt zurzeit ist.
"Wir haben den ersten Haushaltsentwurf für 2009 überarbeitet, viele Dinge gestrichen und mussten die Grundsteuer A und B erhöhen", so der Vorsitzende. Am Ende stand dann ein ausgeglichener Haushalt.
"Es geht los. Die Klage wird endlich eingereicht", sagte Schinckel mit Blick auf die Klageeinreichung der Mängelklage in Sachen Hell-Halle. Dabei geht es um Planungs- und Ausführungsfehler bei der 2005 eingeweihten Halle.
Denn kurze Zeit nach dem Richtfest im Dezember 2002 wurden bei dem Neubau massive Bau- und Planungsmängel sichtbar.
Es regnete im Foyer durch, es gab Probleme mit der Heizung und der große Lüfter in der Aufwärmküche hatte keine Abluft. Der Streitwert beträgt rund 1,3 Millionen Euro. Durch die berechneten Zinsen ist dieser Wert mittlerweile auf 1,8 Millionen Euro gestiegen. "Es kann bis zu einer endgültigen Entscheidung noch mal fünf Jahre dauern. Wir können uns glücklich schätzen, wenn wir bis 2013 ein Ergebnis haben", sagte Schinckel. Der Schulverbandsvorsteher Siegfried Schulz ergänzte, dass die Klageschrift 320 Seiten umfasst und wandte sich dann aktuellen Investitionen zu. Im Rahmen des Konjunkturpaketes wird das Dach des alten Gebäudes energetisch saniert. Kosten rund 108 000 Euro, von denen die Gemeinde ein Viertel aufbringen muss.
"Das wird nicht leicht, aber machen müssen wir etwas", stellte Schulz fest, bevor er sich einem weiteren Problemfall zuwandte. Im Gebälk der Pausenhalle der Grundschule sind plötzlich Risse aufgetreten. Ein beauftragter Statiker hat die Prüfung dieser Risse bereits vorgenommen. Das Ergebnis steht noch aus.
"Gut, dass das in den Ferien aufgefallen ist", sagte der Schulverbandsvorsteher und hofft, dass das Problem unkompliziert zu beheben sein wird. "Wenn wir das gesamte Dach sanieren müssen, haben wir ein Problem", erklärte Verbandsvorsteher Schulz.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 18.04.2009

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