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So feiern gute Freunde

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Klein Nordende und das Usedomer Seebad Zempin feiern 25 Jahre Partnerschaft /Rekordversuch und Versteigerung

KLEIN NORDENDE Die Sonne strahlte vom Himmel, als wollte sie belohnen, was die Klein Nordender und die Zempiner von der Insel Usedom hinbekommen haben: eine mit sehr viel Leben gefüllte 25-jährige Partnerschaft zwischen ihren beiden Gemeinden. Nicht minder strahlten die Gesichter der Jubilare und der rund 300 Gäste, die am vergangenen Sonnabend zu dem Jubiläumsfest an der Bürgermeister-Hell-Halle in Klein Nordende gekommen waren.

Höhepunkt war ein Rekordversuch: Die Luftlinie von 267,51 Kilometern zwischen Klein Nordende und dem Ostseebad sollte symbolisch mit einer Menschenkette dargestellt werden, in der jede Person für einen Kilometer stand. Helmut Hamke, Moderator und Ausschussmitglied Familien, Jugend und Schule, gelang es, 250 Menschen auf den Rasen des Waldstadions zu holen. Damit war das Ziel zwar knapp verfehlt, aber der
Jubel trotzdem groß. Unter Applaus ließen die Teilnehmerin einer Art La-Ola-Welle 250 farbenfrohe Luftballons, in den Himmel steigen - versehen mit Namenskärtchen und der Hoffnung, einige mögen die Reise nach Zempin schaffen.

en 180423 3bDas Programm für das große Ereignis hatten Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel, Ulrike Weers und Susanne Schlüter vom Sozialausschuss, Telse Ortmann und Sven Bechtel vom Ausschuss Familien, Jugend und Schule, Wehrführer Martin Höppner und dessen Stellvertreter Florian Schinckel sowie Grundschullehrerin Ruth Mergel erarbeitet. "Der Kontakt unserer Gemeinden begann mit den Feuerwehren. Vermittler war die Wedeier Feuerwehr. Dann kamen die Gemeindevertretungen dazu und schließlich der Austausch von Grundschülem und die gegenseitigen Besuche von Seniorengruppen. Inzwischen gibt es sogar viele private Freundschaften", so Ulrike Weers, die die Partnerschaft seit Anfang an begleitet.

Wie es zu der Partnerschaft kam und welche Bedeutung sie bis heute für die beiden Orte hat, darauf gingen Hans-Barthold Schinckel und sein Zempiner Kollege Werner Schön in ihren kurzen Ansprachen ein. Diese Partnerschaft sei vorbildlich. Sie sei wieviele nach der Wende zwischen Ost und West entstanden und gehöre zu den wenigen, die bis heute überlebt haben. Aus anfänglicher Unsi-
cherheit auf beiden Seiten und mühsamer Kommunikation - es habe ja noch kein Handy gegeben - sei ein kontinuierlicher, lebendiger Kontakt mit regelmäßigen Treffen von Jung und Alt geworden. Beide Gemeindechefs bekräftigten, es sei ihr Wunsch, dass es so weitergehen möge, und unterzeichneten den Partnerschaftsvertrag emeut.

Dem kurzen offiziellen Teil folgte das Vergnügen mit vielen Höhepunkte, die die Besucher bei kühlen Getränken, Grillwurst und frischen Fischbrötchen aus Zempin genossen. Der Klein Nordender Grundschulchor hatte mit Zempiner Schülern ein Jubiläumslied einstudiert, das die ehemalige Grundschulleiterin Ursula Prancke geschrieben hatte. Mädchen und Jungen der Klein Nordender und der Zempiner Jugendfeuerwehr führten beeindruckend vor, wie gut und schnell sie gemeinsam einen Containerbrand löschen können.

Nach einem Platzkonzert des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth und dem Rekordversuch mit der Menschenkette wurden sechs Grillpakete verlost. Noch mehr Spannung zum Schluss: Die Zempiner Gemeinde hatte einen Strandkorb gestiftet, derrHelmut Hamke amerikanischversteigerte. Bei "... und 460 Euro zum Dritten!" erhielt das Klein Nordender Ehepaar Gerd und Wiebke Heyer den Zuschlag. Über das Geld können sich die Jugendfeuerwehren beider Orte freuen. Waltraut Hinz-Hass

aus den Elmshorner Nachrichten vom 23.04.2018

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