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Ein Baum für den Nachwuchs

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Premiere im Klein Nordender Kinderwald: Die ersten Familien pflanzten Bäume für ihre Töchter

KLEIN NORDENDE. Der Kinderwald des neuen Klein Nordender Beekenbiotop nimmt Gestalt an. Drei Klein Nordender Familien pflanzten für ihre Töchter die ersten Bäume. Ein Ahorn für Lotta, eine Buche für Gesa - der Baum wurde auf den Namen "Halia" getauft - ein Ahorn für Ida sowie je eine Vogelkirsche für Frieda und Emma. Trotz des Winterwetters war die Pflanzaktion kein Problem. Jens Willi Ibels hatte sechs Pflanzlöcher vorbereitet, so dass die Familien ohne Probleme zur Tat schreiten und ihre Bäume in die Erde setzten konnten.

Ein weiterer Baum, eine Vogelbeere, wurde an diesem Morgen "auf Verdacht" gepflanzt. Der Vorsitzende des Klein Nordender Umweltausschuss Hartwig Sievers konnte an der Aktion nicht teilnehmen. Das hatte einen guten Grund. Just an diesem Morgen war der Enkelsohn von Sievers geboren worden. Klein Nordendes Bürgermeister Hans Barthold Schinckel und die anwesenden Mitglieder des Umweltausschusses ließen es sich deshalb nicht nehmen, für den neugeborenen Erdenbürger einen Baum zu pflanzen.

"Wir werden den Baum mit Kind, Eltern und Großeltern sicher noch einmal würdigen", so Schinckel anschließend. Zum Abschluss der Pflanzaktion gab es für die Kinder heißen Apfelsaft und für die Erwachsenen ein Glas Punsch. Schinckel stellte zufrieden fest: "Es war einfach schön heute Morgen im Beekenbiotop."

Die neue Biotopmaßnahme entsteht in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Klein Nordende, der Jagdvereinigung Klein Nordende und der Hermann-Hell-Stiftung und liegt in sichtbarer Entfernung zur Klein Nordender Dorfstraße "in den Beeken".

Ein Knickwall, eine Wildwiese, eine Teichanlage, ein Schutzgehölz und einen Kinderwald sind die Bestandteile des neuen Biotops. Die Aufforstung des Schutzgehölzes und die Anlage des Wildackers hat die Jagdvereinigung übernommen und wurde dabei durch eine Spende der Hermann-Hell-Stiftung unterstützt. Die Teichanlage, Knickbepflanzung und die Wildwiese werden ebenfalls durch die Hermann-Hell-Stiftung bezuschusst. Darüberhinaus finanzieren die Gemeinde und der Betreuungsverein Liether Moor deren Herstellung.

3000 Quadratmeter des Grundstücks werden als Mischwald mit etwa 1300 Bäumen aufgeforstet. Eichen, Kastanien, Buchen, Ebereschen sowie Holunder, Schlehe, Weißdorn und alte Obstsorten dienen Wildtieren wie Rehen, Hasen und Fasanen als Alljahres-Wetterschutz und als Nahrungsgrundlage. Die Teichanlage soll Heimat für Fische und Wasservögel werden. Gleichzeitig ist der Teich eine wichtige Grundlage für die Entwicklung einer Kleintierwelt. Diese Teile des Biotops werden zum Schutz der Tiere nicht zugänglich sein und mit einem Knickwall vom neuen Kinderwald getrennt. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 17.12.2012

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