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Lichtreflexe gegen Wildunfälle

Lichtreflexe gegen Wildunfälle

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Jagdgemeinschaft Klein Nordende will Unfallschwerpunkte entschärfen / Reflektoren sollen Wildtiere verschrecken

KLEIN NORDENDE. "Jeder Wild-Unfall ist ein Unfall zu viel", sagen Klaus-Jürgen Mohrdieck und Heinz Otto Schuldt von der Jagdvereinigung Klein Nordende. Mit Wildwarnreflektoren will die Jagdvereinigung Klein Nordende an bekannten Gefahrenstrecken jetzt Abhilfe schaffen.

Bekannte Wild-Unfallschwerpunkte auf Klein Nordender Gebiet sind die Bundesstraße 431 zwischen dem Elmshorner Stadtpark und dem Kreisel in Groß Nordende sowie die Kurzenmoorer- und die Heidgrabener Chaussee. Besonders gefährlich sowohl für Autofahrer, als auch für das Wild sind Bereiche, in denen Wald, Maisfelder oder Büsche an die Straße grenzen.

en-170713bDie Klein Nordender Jäger haben den Wildbestand in diesen Gebieten seit Jahren stark reduziert. Dadurch und durch die Geschwindigkeitsbegrenzungen ist es gelungen, die Wildunfälle von zwölf bis 18 Fällen pro Jahr auf fünf bis neun Unfälle im Jahr zu reduzieren.

Die blauen Wildwarn reflektoren sollen zusätzlich helfen, Wildtierunfälle zu verhindern. Die Reflektoren werden auf der Rückseite der Straßenleitpfosten an den Gefahrenstrecken angebracht. Die reflektierende Folie lenkt das auftreffende Scheinwerferlicht um. Die warnenden Lichtblitze strahlen breit gestreut von der Straße ins Gelände. Das Wild scheut vor diesen Lichtblitzen von der blauen Reflektorfolie zurück, da diese in der Natur so nicht vorkommen. Eine Gewöhnung an diese Lichtstrahlen gibt es durch die ständig wechselnde Intensität des Lichts nicht. Durch die Wildwarnreflektoren wird das Überqueren der Straße durch die Wildtiere beim Herannahen von Kraftfahrzeugen weitgehend verhindert. Da das Scheinwerferlicht nur in den Wald reflektiert wird ist ein Blenden von Autofahrern ausgeschlossen.

Mohrdieck und Schuldt weisen ergänzend darauf hin, dass das Rehwild über uralte Wechsel die Straßen überquert. "Viele Unfälle geschehen in der Nachtzeit, aber auch in den frühen Morgen- und Abendstunden", so Mohrdieck und erklärt, dass Fahrzeugführer besonders im April, der Zeit der Einstandskämpfe, sowie während der Brunftzeit im Juli und August sehr vorsichtig und aufmerksam fahren sollten. In dieser Zeit überquert das Wild die Straßen ziemlich kopflos", ergänzt Schuldt. Trotz der neuen Reflektoren ist die Aufmerksamkeit der Autofahrer nach wie vor gefordert.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 17.07.2013

 

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