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Klein Nordende geht ein Licht auf

Gemeinde setzt auf günstige und sparsame LED-Leuchten / Genaue Kosten für Umrüstung werden jetzt ermittelt

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Ingenieur Jörg Freise (links) erläuterte den Klein Nordendern die Vor- und Nachteile der verschiedenen LED-Straßenlaternen. Wichtiges Thema dabei: der Stromver-brauch der Leuchtmittel. KAMIN

KLEIN NORDENDE Die Entscheidung ist gefallen. Die Klein Nordender Straßen werden künftig von schlichten, aber äußerst energiesparenden LED-Lampen beleuchtet. Der Lampenausschuss, unter anderem besetzt mit den drei Fraktionsvorsitzenden, den Vorsitzenden des Bau-, Umwelt-, und Wegeausschusses sowie Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel, hat sich einstimmig für Leuchtmittel der Firma "Indal" ausgesprochen.

Vorangegangen war eine intensive Entscheidungsfindung mit diversen Rundgängen durch den in Klein Nordende aufgebauten Leuchtenparcours. An den Straßen Tannengrund, Am Redder und der Dorfstraße konnten verschiedene LED-Leuchten begutachtet werden. Sowohl die Optik der Lampen als auch Stromverbrauch und die Möglichkeit, die Helligkeit der Leuchten nachts zu reduzieren, waren während der Rundgänge diskutiert worden. Klein Nordender Besonderheit: Der Bürgermeister lud nicht nur die Mitglieder der Gemeindevertretung sowie bürgerliche Ausschussmitglieder zu diesen Rundgängen ein, sondern auch alle Einwohner. Damit nicht genug. Wer wollte, konnte sich an der Entscheidungsfindung beteiligen.

"Wir haben 15 Rückmeldungen von Klein Nordendern bekommen. Die haben sich mit knapper Mehrheit auch für die Indal-Lampen ausgesprochen", berichtet Bürgermeister Schinckel und erklärt, dass bei der Entscheidung weniger die Optik der Lampen als vielmehr der Stromverbrauch und die damit verbundenen Einsparmöglichkeiten für die Ge-

meinde im Vordergrund standen. Denn nur, wenn die Gemeinde erheblich Strom spart, wird die Investition in neue Lampen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Schinckel hat ein Beispiel parat. Eine der aufgebauten LED-Leuch-ten würde 62 Watt an Strom verbrauchen, die Lampe, für die sich die Klein Nordender entschieden haben nur 36 Watt. Dabei ist die Leuchtkraft beider Lampen nahezu gleich. "Das war ausschlaggebend", so Schinckel.

In den kommenden Tagen wird ein Ingenieur berechnen, wie viele Lampen die Gemeinde benötigt und mit wie vielen Leuchtdioden sie je nach Straßenlage ausgestattet werden sollen. Gleichzeitig werden die Investitionskosten zusammengestellt. "Dann wissen wir endlich, was uns die Erneuerung der Straßenbeleuchtung genau kosten wird", sagt der Bürgermeister. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 16.08.2011

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