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Neues Messgerät: Klein Nordende will Raser ausbremsen

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KLEIN NORDENDE Das in Klein Nordende viele Autos zu schnell unterwegs sind, ist unbestritten. Demnächst soll den Rasern ihr Fehlverhalten sichtbar vor Augen geführt werden. Während ihrer jüngsten Sitzimg stimmten die Gemeindevertreter unisono der Anschaffung eines sogenannten Dialog-Dis-play-Gerätes zu. Dieses misst die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos, gibt aber nicht die exakten Werte wieder, sondern weist lediglich durch ein trauriges Gesicht auf zu schnelles Fahren hin.

Das mobile Gerät wird die Gemeinde rund 5600 Euro kosten und kann nicht nur die Autos zählen, sondern sogar zwischen Pkw und Lkw unterscheiden. Geplant sei der Mess-Einsatz "im gesamten Dorf", wie Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel betonte. Das Gerät werde "solar gespeist" und soll einen Dialog mit den Fahrern ermöglichen. Einhelliger Tenor der Klein Nordender Gemeindevertreter: "Das machen wir!" Möglichst noch vor dem Schulstart nach den Sommerferien soll das Gerät einsatzbereit sein.

Über 20 Punkte umfasste die Tagesordnung allein im öffentlichen Teil. Ein Mammutprogramm, das die Gemeindevertreter aber zügig abarbeiteten. Auf einen Ge-meindezuschuss in Höhe von 1800 Euro darf sich der örtliche Spielmannszug anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums freuen. Für die Kameraden der Feuerwehr wird eine Zusatzversicherung abgeschlossen, die unter anderen bei Vorerkrankungen von Bedeutung ist. Bei einer Enthaltung und drei Gegenstimmen wurde die lange diskutierte Außenbereichssatzung für das Gebiet westlich und östlich der Straße "Sandweg" und nördlich und südlich der Straße "Am Brahm" verabschiedet. Anpacken muss Klein Nordende demnächst die zweite Stufe des Lärmaktionsplanes, den "viele für überflüssig halten", wie Schinckel anmerkte.

Die Spiel- und Sportplätze im Dorf werden ab sofort von einem externen Fach-Unternehmen auf Sicherheit geprüft. Und um zukünftig beim Thema Internetverbindung stets auf dem Laufenden zu bleiben, engagiert das Amt Elmshorn-Land gemeinsam mit dem Amt Rantzau einen sogenannten "Lotsen". Dieser kostet rund 20000 Euro.
Von der Summe werden nach Aussage Schinckels 75 Prozent durch Fördergelder abgedeckt. Den Restbetrag wollen sich die Gemeinden teilen, wobei der genaue Schlüssel hierfür noch gefunden werden muss.    caw

aus den Elmshorner Nachrichten vom 16.07.2014

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