Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Landfrauen entdecken viel Neues in Glückstadt

Landfrauen entdecken viel Neues in Glückstadt

KLEIN NORDENDE/ GLÜCKSTADT Ein Halbtagesausflug nach Glückstadt setzte für die Landfrauen aus Nordende und Umgebung den Schlusspunkt unter das Veranstaltungsprogramm des ersten Halbjahres 2013.

en-160713Obwohl Glückstadt mehr oder weniger direkt vor der Tür liegt, gab es für die 40 Landfrauen an diesem Nachmittag viel Neues zu entdecken. Mit der ersten Vorsitzenden des Landfrauenvereins Kremper Marsch, Maren Westphalen, hatten die Ausflügler eine ausgesprochen kompetente Reisebegleiterin. Westphalen ist nicht nur in Glückstadt und der Blomeschen Wildnis aufgewachsen, sondern auch ausgebildete Natur- und Landschaftsführerin.

Lebhaft und gespickt mit vielen Anekdoten berichtete sie von König Christian IV., Dänen-König und Herzog zu Schleswig und Holstein, der den Traum hatte, eine Stadt an der Elbe zu gründen, die eine prachtvolle und mächtige Konkurrenz zu Hamburg darstellt. So ließ er 1617 den ersten Grundstein für die Stadt auf unbewohntem Gelände legen. Er tat dies, so die Reiseleiterin, mit den optimistischen Worten: "Dat schall glücken und dat mutt glücken und dann schall se ok Glückstadt heten." Am 22. März 1617 fertigte der König die Gründungsurkunde und gab der Stadt neben ihrem Namen die Glücksgöttin Fortuna als Stadtwappen.

Nach diesen ersten Informationen über die Anfänge der Stadt, besichtigten die Landfrauen die Glückstädter Stadtkirche. Anschließend erfuhren sie, dass das Fleth früher als Binnenhafen konzipiert war, die Stadt mit den Wasserläufen der umliegenden Marschen und der Elbe verband und als Handelsund Umschlagsplatz diente. Westphalen berichtete auch, dass die Fleth-Anlage 1956 zugeschüttet und 1987 im Rahmen der Stadtsanierung wieder hergestellt wurde. Darüber hinaus erzählte die Reiseleiterin den Landfrauen viel über den traditionsreichen Marktplatz und über einige der geschichtsträchti-gen Bauwerke, wie die Stadtbäckerei (seit 1632), das Brockdorff-Palais (1631/1632), heute Dethlef-sen-Museum, das Rathaus (1642/1643), die Große Kremper Straße - einst Tri-umpfstraße, die Königliche Buchdruckerei, das Königliche Brückenhaus und vieles mehr.

Nach dem Rundgang durch Glückstadt ging es für die Landfrauen weiter zum "Galerie-Cafe Am Neuendeich". Kaffee und Kuchen warteten schon. Vor der Abfahrt riskierten die Ausflüglerinnen noch einen Blick über den Deich, bevor es heimwärts ging.    mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 16.07.2013

 

Zurück