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Vandalismus in Klein Nordende

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Klein Nord-
endes Bür-
germeister Hans-Bar-
thold Schin-
ckel.

Foto: wi

Gemeindepolitiker empört über Zerstörungen in Schutzhütten. Weiter Ärger um Fußballfeld.

Klein Nordende (wi). Satzungsänderungen und Bebauungspläne bestimmten die jüngste Gemeindevertretertagung in Klein Nordende. Wobei die knapp 20 Tagesordnungspunkte nur auf den ersten Blick eine lange Sitzung versprachen. Denn die Neufassungen von Hundesteuer-, Entschädigungs-, und Hauptsatzung erwiesen sich ebenso als Selbstläufer wie die Neugestaltung der Ausschreibungs- und Vergabeordnung. Alle Satzungsänderungen passierten einstimmig und im Eiltempo die Runde der Lokalpolitiker. "Es ging dabei darum, die Satzungen auf Amtsebene zu vereinheitlichen", erklärte Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel. Vor allem die Hundebesitzer dürfen beruhigt sein: "Wir wollen die Lage der Gemeindekasse nicht auf Kosten der Tiere verbessern", versprach Schinckel. Höhere Steuern für die Vierbeiner seien aktuell nicht geplant.
Sorgen bereiten den Gemeindevertretern die Schutzhütten auf Klein Nordender Gebiet. Oder genauer gesagt der Vandalismus, unter dem sie in jüngster Zeit zu leiden haben. "Decken wurden zerstört, Bretter herausgerissen und massive Holztische angekokelt", berichtete Schinckel. Im Gegensatz zu einigen Nachbargemeinden sei man lange Zeit vor Randalierern verschont geblieben, doch jetzt komme es "knüppeldick". In Richtung Übeltäter sagte Schinckel, dass "wir alles zur Anzeige bringen werden. Auch gegen Unbekannt". Ärger gibt es in Klein Nordende auch mit dem Minispielfeld, das Ende Februar vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) an die Gemeinde übergeben worden war. Das Spielfeld misst 13 Meter mal 20 Meter und ist rundum von einer Bande umgeben. Genau diese Bande bereitet seither Sorgen. Anwohner beschweren sich regelmäßig über den Lärm, wenn der Ball gegen die Umrandung prallt. Man habe schon versucht, den Krach durch Teppiche und Gummistreifen abzumildern, so Schinckel. Auch Bäume und Sträucher im Wert von 5200 Büro seien gepflanzt worden. Doch das habe bislang "keine große Besserung" gebracht. Nun denke man darüber nach, die Spielzeiten am Abend zu begrenzen - und auch das Alter der Kicker. "Wir arbeiten an einer Lösung des Problems", versprach der Bürgermeister.
Wenig Freude hat die Gemeinde zurzeit auch mit ihrem Abwasser. "Das ist zu sehr verschmutzt", so Schinckel. Auch für Abwasser gebe es Richtwerte, und aktuell läge man deutlich über diesen Grenzen. Folge seien Verschmutzungszuschläge, die an den Abwasserzweckver-band (AZV) zu zahlen sind. Laut Schinckel "ärgerliches Geld",
und so sucht die Gemeinde seit geraumer Zeit nach dem Verursacher. Freuen darf sich hingegen die Feuerwehr Klein Nordendes. Weil ab September diesen Jahres neue gesetzliche Vorgaben greifen, gilt der Feuerwehrführerschein der Klasse C dann nur noch für Feuerwehrfahrzeuge. Schinckel befürchtet, "dass dann das Interesse daran merklich nachlassen wird" - sprich: Es kann passieren, dass niemand mehr bereit ist, den Führerschein zu machen, weil er ihn privat nicht nutzen kann. Um dieser Gefahr vorzubeugen, dürfen nun vier statt wie bislang geplant zwei Kameraden der Wehr noch in diesem Jahr den Führerschein nach den alten Richtlinien machen. Pro Mann wird der Fahrunterricht mit 750 Büro von der Gemeinde bezuschusst.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 16.05.2009

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