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Nach Aussprache Streit beigelegt?

Anwohner haben viele Einwände zum neuen Bebauungsplan 31 / Nun trafen Bürgermeister und Bürgerinitiative zu einem klärenden Gespräch zusammen

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Die Mitglieder der Bürgerinitiative Wohnressort Auenland trafen sich mit Klein Nordendes Bürgermeister zum Gespräch

KLEIN NORDENDE Nach knapp dreieinhalb Stunden zufriedene Gesichter in Klein Nordende. Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Wohnressort Auenland", Klein Nordendes Bürgermeister HansBarthold Schinckel, Bauausschussvorsitzender Peter Bartl und der Umweltausschussvorsitzende Dr. Jan Heilmann hatten sich zu einem Gespräch im Gemeindezentrum getroffen. Thema: Der Bebauungsplan Nummer 31, Bürgermeister-Diercks-Straße und der offene Brief der Bürgerinitiative. Während des langen Gesprächs wurde mit Gerüchten aufgeräumt, Informationslücken geschlossen, das weitere gemeinsame Vorgehen abgestimmt.
"Gut dass wir das heute gemacht haben", so das Fazit von Bürgerinitiativen-Mitglied Helge Adomat. Auch der Bürgermeister war mit dem Gespräch und seinem Verlauf sehr zufrieden.
Bevor Schinckel die Fragen des offenen Briefes der Bürgerinitiative beantwortete, erläuterte er Eva Kühnel, PetraRejzek,ChristineAder,Helge Adomat, Angelika Uihlein und Matthias Gerulat kurz die Klein Nordender Infrastruktur und den Zurzeit gültigen Flächennutzungsplan. Dieser Plan bildet die Grundlage für die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde. Nur innerhalb der genehmigten Flächen dieses Plans sind neue Wohngebiete überhaupt möglich. Deshalb ist eine Bebauung der großen Wiese neben dem Töverhuus nicht möglich. Dies wurde von Land und Kreis verboten, da hier "die grüne Lunge Klein Nordendes" ist.
Die Ausweisung neuer Baugebiete sei für die Gemeinde wichtig, erläuterte der Bürgermeister, da nur so junge Familien nach Klein Nordende ziehen würden. Langfristig wolle man dadurch Schule und Kindergarten sichern, so Schinckel.
Nach diesem Gesprächseinstieg, begannen Schinckel, Bartl und Heilmann, die Fragen des offenen Briefes zu beantworten. Gekennzeichnet war das Gespräch von einer außerordentlich sachlichen Atmosphäre und dem Willen aller Beteiligten, Missverständnisse auszuräumen, Informationslücken zu schließen und tragbare Kompromisse zu finden.
Der angedachte Ausbau der Bürgermeister-Diercks-Straße lag allen Anwesenden besonders am Herzen. Schinckel hatte gemeinsam mit dem Amt-Elmshorn-Land vorgearbeitet und präsentierte drei mögliche Varianten, allerdings noch ohne Kosten. Erstens: Die Straße bleibt wie sie ist, einzig ein Regenwasserkanal muss gebaut werden. Diese Kosten müssen von allen Anliegern anteilig getragen werden. Das Kostenvolumen ist allerdings nicht mit dem eines Straßenausbaus zu vergleichen. Zweitens: Die Straße bleibt wie sie ist, es werden jedoch an beiden Seiten Bürgersteige gebaut. Drittens: Die Straße wird komplett ausgebaut.
Schinckel sagte zu, dass er die Anlieger informieren wird, sobald die Kostenschätzungen für diese drei Ausbauvarianten vorliegen. Anschließend könnten die Anlieger entscheiden, welche Straßenvariante sie haben möchten.
Der Knick, der bisher entlang des geplanten Baugebietes verlief, wurde ebenfalls ausführlich diskutiert. Der Bürgermeister berichtete, dass für die nächste Woche ein Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde geplant sei, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Die Bürgerinitiative machte sich für die Wiederaufforstung des Knicks stark und Schinckel machte deutlich, dass sein Herz nicht an dem von Seiten der Planer vorgeschlagenen Friesenwall hängt.
Im Rahmen des Gesprächs erläuterte der Bürgermeister den Anwesenden auch, dass die Altanlieger mit Bauvoranfragen direkt an die Gemeinde Änderungen an ihren Häusern beantragen können. Schinckel wies allerdings auch daraufhin, dass der Kreis ein von Seiten der Gemeinde genehmigtes Vorhaben immer noch ablehnen kann.
Abschließend sagte der Bürgermeister den Anwesenden zu, dass er versuchen wird, die Auslegung des Bebauungsplans "31", die im Amt-Elmshorn-Land erfolgen wird, für ein oder zwei Tage im Gemeindezentrum durchzuführen. So soll eine breite Information der Anwohner ermöglicht werden. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 16.01.2010

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