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Steingarten "blüht" in neuer Pracht

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Neuer Kies und zusätzliche Infotafeln: Kulturgemeinschaft hübscht die Liehter Kalkgrube auf / Führungen jederzeit möglich

KLEIN NORDENDE. Echte Riesen aus der Urzeit gibt es hier zu bewundern. Der Steingarten in der Liether Kalkgrube ist ein beliebtes Ausflugsziel. Etwa 1500 Besucher waren in diesem Jahr schon da - und das allein bei den offiziellen Führungen der Kulturgemeinschaft Tornesch, die das Naturschutzgebiet Liether Kalkgrube betreut. Wie viele Radfahrer und Spaziergänger ansonsten durch das Gebiet gestreift sind, lässt sich laut Wilfried Brumm nicht schätzen. Der Tornescher führt gemeinsam mit seinem Kollegen von der Kulturgemeinschaft, Hans-Joachim Wohlenberg, die Gruppen durch die Kalkgrube.

Über die Jahre gestaltete sich die Pflege des Steingartens allerdings immer schwieriger. Mehr und mehr wucherte Unkraut durch die alte Kiesdecke. "Mit den Händen sind wir da gar nicht mehr hinterhergekommen", berichtet Brumm. Eine neue Kiesdecke musste her. Und so haben die Mitglieder der Kulturgemeinschaft in diesen Tagen eine neue Deckschicht aufgetragen. Doch nicht nur der Boden wurde verschönert. Auch an der Präsentation der Steine wurde gearbeitet. So wurden an den bis zu zwölf Tonnen schweren Findlingen, die in der Eiszeit aus Skandinavien in unsere Region kamen, neue Infotafeln befestigt. Auf diesen gibt es Auskunft über Alter (oft weit über eine Milliarde Jahre), Herkunft, Gesteinsart und Fundort. "Uns war wichtig, dass jeder Besucher auch außerhalb der Führungen auf den ersten Blick Informationen zu den Steinen bekommt", berichtet Wilfried Brumm. Er und seine Kollegen sind der Hermann-Hell-Stiftung dankbar. Durch eine Spende machte diese sowohl die Schilder als auch die neue Kiesdecke möglich.

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Für die Zukunft gibt es weitere Pläne, das Gebiet noch interessanter für Besucher zu machen. Gemeinsam mit dem Betreuungsverein Liether Moor und dem Robustrinderverein arbeitet die Kulturgemeinschaft an dem Projekt Geo-Pfad. Dieser soll die Besucher informativ durch das gesamte Natur- und Landschaftsschutzgebiet in Klein Nordende leiten. "Wir wollen dieses einmalige Gebiet nicht nur ansehnlich erhalten, sondern noch verschönern. Die Gemeinde hat hier ein Pfund mit dem sie wuchern kann."

Wer an einer Führung interessiert ist, kann sich unter Tel. (0 41 22) 5 23 14 mit Hans-Joachim Wohlenberg in Verbindung setzen. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 15.11.2012

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