Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Reges Interesse am neuen Baugebiet

50 Zuhörer verfolgten die Ausschusssitzung - Knick soll bleibt erhalten bleiben

KLEIN NORDENDE Das Baugebiet an der Bürgermeister-Diercks-Straße in Klein Nordende nimmt Gestalt an. Einstimmig votierten die Bauausschussmitglieder für den vom Ausschussvorsitzenden Peter Bartl vorgestellten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss.
Noch allerdings sind nicht alle Hürden genommen. Als nächstes steht eine Bürgerversammlung an, die Bartl für März "und damit noch vor dem Satzungsbeschluss" ankündigte. In den Entwurf für das Baugebiet sind wesentliche Forderungen der Bürgerinitiative "Wohnressort Auenland" eingeflossen. So bleibt beispielsweise die Straße weitgehend unverändert. Lediglich eine Versickerungsmulde ist in Planung, und nach der Baumaßnahme soll die Decke der Bürgermeister-Diercks-Straße neu asphaltiert werden.
Ursprünglich war ein Ausbau der Straße angedacht worden. "Dies wird nicht geschehen", versprach Bartl. Auch die Breite bleibe wie gehabt.

en-150210.jpg
Fast 50 Zuhörer verfolgten die Bauausschuss-Sitzung in Klein Nordende. CAW

Fast 50 Zuhörer waren ins Gemeindezentrum gekommen, um die Bauausschusssitzung zu verfolgen. Gleich zu Beginn machte Bartl deutlich, dass man dieses Mal keine Zwischenfragen der Bürger zulassen werde. "Dies sieht die Gemeindeordnung so vor", erklärte der Ausschussvorsitzende.
Noch im November war es während einer Sitzung beim gleichen Thema zu einer emotionalen Diskussion gekommen. Eine Situation, die sich augenscheinlich nicht wiederholen sollte. Für Bürger, die weiteren Gesprächsbedarf sehen, bot Bartl gesonderte Sprechstunden an, für die auch Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel zur Verfügung stehe.
Südlich der Bürgermeister-Diercks-Straße sollen nach den Plänen der Gemeinde 21 Grundstücke ausgewiesen werden, die mit Einfamilienhäusern bebaut werden dürfen. Einzige Ausnahme bildet eine Parzelle an der neuen Planungsstraße. Hier sollen zwei Häuser mit insgesamt sechs Eigentumswohnungen entstehen. "Einfach, weil der Bedarf für Wohnungen bei uns vorhanden ist", erklärte Bartl.
Für die Einfamilienhäuser sieht der Bebauungsplan eine Firsthöhe von maximal neun Metern vor, die Mehrfamilienhäuser dürfen demnach maximal eine Firsthöhe von 10,50 Meter aufweisen. Als Ausgangspunkt für die Messung dient jeweils die Straßenhöhe.
Alle Häuser werden gemäß der Planungen mindestens acht Meter von der Straße entfernt entstehen. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Knick, der südlich der Bürgermeister-Diercks-Straße verläuft, und der dauerhaft erhalten bleiben soll. Um die Pflege des Knicks soll sich auch zukünftig die Gemeinde kümmern. Um einen entsprechenden Zugang zu gewährleisten, und weil generell vorgegebene Mindestabstände zu beachten sind, ergeben sich die von Bartl genannten acht Meter.
Der Ausschussvorsitzende bezeichnete die Zustimmung des Ausschusses zum Entwurfs- und Auslegungsbeschluss als "wichtigen Schritt für den Bebauungsplan", machte aber deutlich, dass die Grundstückszuschnitte damit noch nicht endgültig fest stünden. Carsten Witmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 15.02.2010

Zurück