Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Klein Nordende soll kräftig wachsen

Startschuss für Baugebiet Dorfstraße/Sandhöhe / Gemeinde will Schadenersatz für Probleme beim Bau der Hell-Halle

en-150111.jpg
Dorfstraße/Sandhöhe: Hier sollen Einfamilienhäuser, der neue Supermarkt und Seniorengerechtes Wohnen entstehen. mka

KLEIN NORDENDE Mehrere Themen, die die Gemeinde Klein Nordende bereits 2010 beschäftigt haben, werden auch 2011 in Ausschüssen und der Gemeindevertretung zu behandeln sein. Dazu zählt, so Bürgermeister Hans- Barthold Schinckel in seinem Ausblick für 2011, der Bebau­ungsplan Nr. 32, Dorfstra­ße/Sandhöhe. Der Plan, der unter anderem einen neuen Frischemarkt und altersge­rechte Wohnungen für Senio­ren beinhaltet, befindet sich noch im Genehmigungsver­fahren. Im Februar soll der Beschluss gefasst werden.
Als schier unendliche Ge­schichte entpuppt sich immer noch der Streit um die Bürgermeister-Hell-Halle. Wie auch 2010, wird das Thema 2011 immer wieder auf der Tages­ordnung stehen. Nach wie vor ist nicht abschließend geklärt, wer für Baustopp, Baumängel sowie Probleme mit der Dach­konstruktion verantwortlich ist. Die Gemeinde Klein Nord­ende fordert Schadenersatz in siebenstelliger Höhe. "Der Fall liegt zur Zeit beim Land­gericht in Hamburg. Wie lan­ge das noch dauert wissen wir nicht. Eine Prognose wäre Kaffeesatzleserei", sagt Schinckel.
Erfreuliches könnte sich 2011 im Bereich der Finanzen in Klein Nordende tun. Durch die Umsetzung von Energie­sparmaßnahmen, sowohl bei der Straßenbeleuchtung, der Beleuchtung im Gemeinde­zentrum sowie der Beheizung von Bürgermeister-Hell-Halle, Grundschule und Feuer­wache, hofft die Gemeinde auf erhebliche Kosteneinspa­rungen.

Ebenso soll 2011 Geld vom Abwasserzweckverband des Kreises Pinneberg (AZV) in die Gemeindekasse fließen. Klein Nordende konnte nach­weisen, dass die erheblichen Verunreinigungen des Abwas­sers mit Fett nicht durch Ein­leitungen der Bürger verur­sacht wurden, sondern ein Messfehler die Ursache war. 43000 Euro "Schmutzzölle" hatte Klein Nordende allein zwischen 2004 und 2008 an den AZV gezahlt. Der Grund: Die Gemeinde hatte die zuläs­sigen Grenzwerte für Schmutz- und vor allem Fett­einleitungen erheblich über­schritten. Alle 2010 gemesse­nen Abwasserwerte befanden sich deutlich unterhalb der Grenzwerte. "Wir haben die Zahlung der 28000 Euro für 2009 zurück gestellt und er­warten, dass wir die 42000 Euro aus den Vorjahren zu­rück bekommen. Wir möch­ten auch die Kosten für die Ka­nalinspektion und die Arbeit der ISW erstattet haben", fasste Schinckel die Erwar­tungen der Gemeinde zusam­men.
Die Sanierung der Dorfstra­ßenallee wird 2011 fortge­führt, berichtet der Bürger­meister bevor er auf den um­fangreichen Veranstaltungs­kalender das neue Jahr hin­weist. Die Klein Nordender Vereine und Verbände sowie die verschiedenen Ausschüs­se sorgen wieder für ein ab­wechslungsreiches Angebot für Groß und Klein. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 15.01.2011

Zurück