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Feuerwehr einmal ganz persönlich

125 Jahre Wehr Klein Nordende / Mitglieder berichteten den 250 Gästen kurzweilig aus dem Alltag der Wehr und von ihren Werdegängen

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KLEIN NORDENDE "Es gibt nur ein Klein Nordende!" Dieser Ausspruch prägte in weiten Teilen den Festakt zum 125. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Klein Nordende. Und Moderator Detlev Stein hatte es sich gemeinsam mit den Organisatoren des Festaktes zur Aufgabe gemacht, dies im Laufe der Veranstaltung unter Beweis zu stellen.

Wehrführer Martin Höppner machte gleich zu Beginn seiner Ansprache deutlich, dass er zwar eine Rede halten werde, aber nicht detailliert auf die 125-jährige Geschichte der Wehr zurückblicken wird. Höppner und sein Team hatten sich für eine ebenso interessante wie persönliche Alternative entschieden: Die Klein Nordender Feuerwehrleute Hans Borbe, Thore Diercks, Carsten Eyler, Simon Lehmann und Karl-Max Kap-plusch sollten den Anwesenden einen Einblick in ihren Feuerwehralltag, Werdegang und auch in besondere Familientraditionen geben. Eine Idee, die die über 250 Gäste begeisterte.

So beschrieb Borbe sein "Aufnahmegespräch vor 40 Jahren". Der damalige Wehrführer, den Borbe besuchen musste sagte kurz und knapp: "Du kommst Montagabend zum Dienst und tschüß!" Diercks wiederum gab einen Einblick in seinen Werdegang. "Mein Feuerwehrleben begann mit meiner Geburt. An meinem Geburtstag wurde ich in die aktive Wehr aufgenommen", sagte er schmunzelnd. Kein Wunder, sind doch sein Vater Thorsten und auch sein Großvater Heino aktive Mitglieder der Klein Nordender Wehr.

Darüber hinaus hatte er, wie auch Simon Lehmann, so manche Anekdote über Harz-fahrten und Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehr sowie gemeinsame Aktivitäten der MarGee im Gepäck. Carsten Eyler wiederum konnte drei Feuerwehren miteinander vergleichen: Raa-Besenbek, Elmshorn und schließlich Klein Nordende. Mit einem Augenzwinkern schilderte Eyler seine Erfahrungen mit kleinen und größeren Wehren, ihren Eigenarten und konnte am Ende feststellen: "Es gibt nur ein Klein Nordende!"

Karl-Max-Kapplusch wiederum berichtete, was es mit der inoffiziellen "fünften" Gruppe der Klein Nordender Wehr auf sich hat. Die Gruppenmitglieder haben alle Feuerwehr-Ausbildungsgänge sowie einige, sehr gruppenspezifische, gemeinsam absolviert. Daraus entstanden ist eine eingeschworene Truppe, die gemeinsam mit Ausbilder Uwe Herzberg noch immer aktiv ist.

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Doch nicht nur diese Berichte sorgten für einen stimmungsvollen Festakt. Für einen weiteren Höhepunkt hatte der Vorstand der Feuerwehr um den stellvertretenden Wehrführer Florian Schinckel gesorgt: Heimlich hatten sie beim Kreis- und beim Landesfeuerwehrverband eine besondere Auszeichnung für ihren Wehrführer beantragt. So konnte Kreisbrandmeister Frank Homrich stellvertretend für den Landesbrandmeister des Landes Schleswig-Holsteins Detlef Radtke einen sichtlich überraschten und gerührten Höppner am Ende des Festaktes mit dem Schleswig-Holsteinischem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold auszeichnen.    Meike Kamin

GRATULANTEN UND REDNER

Klein Nordendes Wehrführer Martin Höppner, Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel; Zempins Bürgermeister Werner Schön; Amtsvorsteher Thorsten Rockel; Landrat Oliver Stolz; Kreisbrandmeister Frank Homrich; Leiferdes Elmshorner Polizeireviers Torsten Buchwitz; Für die Nachbarwehren: Wehrführer der FF Seester Hermann Stieler; Wehrführer der FF Rantum Thomas Nissen; 2. Vorsitzender des Fördervereins der FF Klein Nordende Mario Boitze; Klein Nordendes Pastor Lars Därmann; Sylvia Stehr, Vorsitzende des Spielmannszugs Klein Nordende-Lieth; stellv. Wehrführer Klein Nordende Florian Schinckel.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 14.01.2014

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