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Per Rad durch Klein Nordendes Vergangenheit

Klein Nordende (mei). Rund 70 Klein Nordender hatten sich eingefunden, um mit Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel "Klein Nordende im Wandel der Zeit" zu entdecken. "Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Klein Nordende 40 aktive Bauernhöfe. Heute haben wir noch zwei Vollerwerbsbetriebe", stellte Schinckel bei der Begrüßung fest. Auf den Bauernhöfen sollte im Verlauf der Fahrradtour durch die Gemeinde auch das Hauptaugenmerk liegen.

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Ein langer Fahrrad-Wurm zog sich durch Klein Nordende. Mehr als 70 Klein Nordender nahmen an der Tour teil. Foto: Kamin

Doch zunächst war es das Gemeindezentrum, dessen Wandel der Bürgermeister beschrieb. "Das Gemeindezentrum war früher die alte Schule. Hier gab es zwei Klassenräume. In der Mitte, im Zwischenbau, war die Wohnung der Hausmeisterin. Hier bin ich 1956 selbst eingeschult worden. Wer in die dritte Klasse versetzt wurde, der wechselte in die neue Schule. Das ist der heutige Altbau unserer Grundschule", erzählte Schinckel.
Immer wieder schwang ein bisschen Wehmut beim Bürgermeister mit, wenn er von nicht mehr existierenden Höfen be-
richtete, deren Flächen heute Wohnungen und Einfamilienhäuser zieren. Der ehemalige Waldpavillon im Liether Gehölz war eine weitere Station der dreistündigen, rund 13 Kilometer langen Radtour. "Der Waldpavillon war Ausflugsziel und Sportlerheim des SV Lieth", erinnerte Schinckel. Karl-Heinz Werner übernahm es, die Geschichte der Karpfenteiche im Liether Wald zu erzählen. Er erinnerte an die frühere Dünenlandschaft, die sich durch den Bau des Wasserwerkes 1901 und die Aufforstungsmaßnahmen, initiiert von Matthias Kruse, von 1902 bis etwa 1905 zu einem Naherholungsgebiet mauserte. Die Teiche waren früher eine Kiesgrube, die Insel war beim Kiesabbau stehen gelassen worden.
Auch den Ursprung des Namens "Sandweg" erläuterte Werner und beschrieb lebhaft den früher existierenden Ochsenweg, die Sandlandschaft und den Bau der Straße.
Die Folgen des damaligen Kiesabbaus sind hier heute anhand der tiefen Teiche und der Abbruche seitlich vom Fahrradweg deutlich sichtbar.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.05.2009

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