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Grausiger Fund in Klein Nordende

Leiche lag seit Wochen auf Wiese / Wer ist der Tote?

KLEIN NORDENDE/HEIDGRABEN Das wird der Heidgrabener Peter-Matthäus Kühl so schnell nicht wieder vergessen. Er machte Mittwochabend einen grausigen Fund: Auf seiner Wiese in Klein Nordende lag eine stark verweste Leiche. Wer der Tote ist, konnte die Kriminalpolizei bislang nicht klären.

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Fand auf seiner Wiese eine Leiche: Peter-Matthäus Kühl. mka

Auf der Wiese hat Kühl einige Rinder stehen, Gallo-ways. Doch neben den Tieren lag noch etwas, etwas Großes. "Wer hat denn da eine Puppe hingelegt", dachte Kühl. Als er nach dem Rechten sah, verschlug's ihm die Sprache. Denn da lag keine Puppe, da lag eine Leiche.

Und so wie die Leiche aussah, hatte sie schon länger auf der Wiese gelegen. Vielleicht sogar schon seit Ende des vergangenen Jahres.

Denn Kühl erinnerte sich, dass er an der Stelle, an der er jetzt den Toten entdeckt hatte, bereits Anfang Januar, als noch Schnee lag, etwas Merkwürdiges gesehen hatte. "Da lag etwas, das wie ein umgestürzter Zaunpfahl aussah", berichtete er. Da er um seine Weide einen elektrischen Zaun gespannt hat und der intakt war, "habe ich mir bei dem umgestürzten Pfahl nichts weiter gedacht", sagte der 54-Jährige. Der Wiesenrand ist nämlich von der Straße aus nicht besonders gut einzusehen. Vermutlich war der "Zaunpfahl" die Leiche.

Nach dem Sturm der vergangenen Tage hatte sich Flatterband um den vermeintlichen Pfosten gelegt. "Als das Flatterband einen Tag später immer noch da war, hat mir die Sache keine Ruhe gelassen und ich bin von meiner Halle aus mit dem Trecker zur Weide gefahren", berichtet Kühl.
B. Amsberg/M. Kamin

Wer ist der Tote von der Rinder-Weide?

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"Als ich da ankam, habe ich im ersten Moment gedacht, wer hat denn bloß diese Puppe hier abgeladen. Erst als ich näher herankam, musste ich feststellen, dass es sich um einen menschlichen Körper handelt", sagte der Heidgrabener. Kühl verständigte sofort die Polizei.

Die Kripo konnte gestern noch nicht allzu viel zu dem Fall sagen. Pressesprecherin Sandra Rüder bestätigte den Leichenfund. Der Tote wurde in die Gerichtsmedizin gebracht, um die Todesursache herauszufinden. "Wir gehen derzeit nicht von Fremdverschulden aus", sagte Rüder.

Merwürdig ist allerdings, dass offensichtlich niemand den Mann vermisst, obwohl er wahrscheinlich schon seit einigen Wochen auf der Weide gelegen hat. Denn beim Abgleich der Kripo mit der Vermisstendatei habe es keinen Treffer gegeben, so Rüder. Kühl schätzt, dass der Tote 20 bis 30 Jahre alt gewesen ist. bam/mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 11.02.2011

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