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Bäume für Tiere und CO2-Bilanz

13 400 neue Pflanzen im Liether Moor - Es gab 20 000 Büro Fördermittel.

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BVL-Vorsitzender Otto Schinkel (l.) und Christian Rosenow von der Försterei ttzehoe/Pinneberg bei der Baumpflanzaktion der Mitarbeiter der Forstbaumschule Stoldt. Foto: ne

Klein Nordende (ne). Ein Trecker mit extrabreiten Reifen quält sich durch den morastigen Untergrund des Seestermüher Moors, ein Teil des Liether Moors. Mitarbeiter der Forstbaumschule Stoldt aus Oster-stedt sitzen auf dem Pflanzanhänger und versenken Stecklinge in gerade geöffnete Furchen, die dann sofort automatisch wieder geschlossen werden. Insgesamt sind es 13 400 Stück, die in Reihen von zwei Meter Abstand alle 90 Zentimeter in den Boden kommen. "Gesteckt werden verschiedene Laubbäume wie Eichen, Ahorn, Erlen, Ebereschen bis zur Moorbirke, aber auch Sträucher wie Schlehen und Weißdorn", erklärte Otto Schinkel, Vorsitzender des Betreuungsvereins Liether Moor.
Drei Hektar wurden bepflanzt, verteilt auf vier Flächen im Seestermüher Moor sowie dem Bökeltwieten- und dem Sonntagsmoor. Die kleineren Pflanzen von etwa 50 Zentimeter Höhe erhalten zusätzlich einen Zaun. Nach acht bis zehn
Jahren kann der Zaun entfernt werden, wenn die Bäume über 1,5 Meter hoch sind. "Denn dann", so Christian Rosenow von der Försterei Itzehoe/Pinne-berg, "kann das Rehwild den schmackhaften Terminaltrieb, der für das weitere Wachsen notwendig ist, nicht mehr verbeißen".
Die Aufforstung der Brachflächen ist so gelegt worden, dass zwischen alten und neuen Anpflanzungen ein für Tiere wichtiger Gehölzverbund entstanden ist, so Rosenow. Auch wird durch die Baumanpflanzungen mehr CO2 gebunden. Gefördert wurde die Aktion mit 20 000 Euro des Landes, des Bundes und der EU.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 10.12.2008

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