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Landfrauen: Vortrag zur Sturzprävention

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KLEIN NORDENDE Stürze gehören zum Alltag und passieren meistens im häuslichen Bereich. Besonders gefährdet sind Frauen ab dem 65. Lebensjahr. Jede dritte Frau dieses Alters ist bereits gestürzt. Wie kann Sturzprävention aussehen, lautete deshalb auch die Frage des Landfrauenvereins Nordende und Umgebung e.V. an Dr. Ove Schröder, Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des UKSH Kiel. Schröder berichtete den 55 interessierten Frauen, dass Stürze meist auf zwei Ursachen zurückzuführen sind. Einerseits sind es Krankheiten, wie Schwindel, die zu Stürzen führten, andererseits oft Stolperfallen wie Teppiche. Weitere Risiken stellen Seh- und Hörverlust dar.
Das Hauptproblem bei den aus den Stürzen resultierenden Brüchen, erläuterte der Referent, sei die Osteoporose. Bei der Osteoporose nimmt die Knochendichte ab und macht so das Skelett deutlich anfälliger für Brüche. Um der Osteoporose vorzubeugen empfahl Schröder Sonnenlicht und Sport. Darüber hinaus empfahl er den Anwesenden eine Knochendichtemessung.

Der Mediziner berichtete auch, dass am häufigsten Brüche der Handgelenke zu Buche schlagen, gefolgt von Oberschenkelhals- und Oberarmfrakturen. Die Brüche werden überwiegend operativ versorgt. Dann können Patienten schnell mobilisiert und eine drohende Pflegebedürftigkeit vermieden werden.

Abschließend stellte Schröder Implantate zur Versorgung von Handgelenks-, Schulter- und Oberschenkelhalsbrüchen vor. Und erläuterte die Vor- und Nachteile. "Der Abend ging viel zu schnell vorüber", waren sich die Landfrauen einig und stellten fest: " Wir werden ab sofort mit noch wacheren Augen durchs Leben gehen!".    mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 10.02.2016

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