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Wehr war gefragt, wie selten zuvor

Wehr war gefragt, wie selten zuvor

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Klein Nordende: 2012 insgesamt 34 Einsätze. Großbrände und erfolgreicher Tag der offenen Tür.

KLEIN NORDENDE. "Das Jahr ist schon wieder rum. Es kommt mir so vor, als habe ich gerade erst hier gestanden. Aber die Zeit läuft, heute ist wieder Jahreshauptversammlung", sagte der Klein Nordender Wehrführer Martin Höppner zu Beginn seines Jahresberichts und legte gleich mit den beliebten statistischen Daten los. 59 aktive Feuerwehrleute verzeichnet die Klein Nordender Wehr, davon 32 Atemschutzgeräteträger. Zu 34 Einsätzen wurde die Wehr 2012 gerufen, zehn Feuer und 24 technische Hilfeleistungen.

"Die Zahl ist sehr hoch. So viele Einsätze hatten wir zuletzt 2007. Im Durchschnitt haben wir 24 Einsätze pro Jahr", so Höppner und berichtete kurz von den herausragenden Einsätzen. Zum Großfeuer in Seester Anfang August waren die Klein Nordender mit ausgerückt. "Kurios" war, erinnerte sich der Wehrführer, dass die Klein Nordender während des laufenden Einsatzes zu einem zweiten gerufen wurden: In Klein Nordende qualmte auf dem Dach eines Einfamilienhauses eine Photovoltaikanlage. Zum Glück stellte sich heraus, dass die Anlage "nur" ein Leck hatte und nicht brannte, erzählte Höppner.

Der Großbrand in Elmshorn, im Wilhelm-Busch-Weg, gehörte ebenfalls zu den größeren Einsätzen der Klein Nordender. "Das war eine extrem verzwickte Lage", erinnerte er sich. Gleich zweimal waren die Klein Nordender zur technischen Hilfeleistung "Person unterm Zug" an die Bahngleise gerufen worden. "Einmal stellte sich die Alarmierung als bittere Wahrheit heraus. Das sind für uns sehr emotionale Einsätze. Es ist wichtig, dass wir anschließend über das Erlebte sprechen", sagte Höppner bevor er zum Rest der Statistik kam.

en-100113b20 Übungsabende, fünf Vorstandssitzungen, vier Atemschutzübungen, 32 Lehrgänge auf Kreisebene schlugen zu Buche. Ein wichtiges Ereignis, das Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehren 2013, hinterließ bereits 2012 erste Spuren. Die Jugendfeuerwehr feiert 2013 ihren zehnten Geburtstag, ebenso die Kooperation der in Marsch und Geest ansässigen Wehren Heidgraben, Groß Nordende, Klein Nordende und Seester "MarGee". Grund genug, gemeinsam das große Zeltlager zu organisieren. Neben den laufenden Diensten trafen sich die Feuerwehrleute 24 Mal, um diese Veranstaltung zu planen. Für diesen außerordentlichen Einsatz bedankte sich Höppner bei seinen Kameraden. Der Klein Nordender Wehrführer blickte auch auf die erfolgreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Der Frühlingsball, der Tag der Feuerwehr wurden sehr gut besucht.

Mit sehr nachdenklichen Tönen schloss Wehrführer Martin Höppner seinen Bericht und ging auf die Attacken auf Feuerwehrleute während ihrer Einsätze ein. Sowohl das aktuelle Geschehen in den USA, als auch in Lüneburg führte er an und schloss mit den Worten: "Ich wünsche uns allen, das wir immer gesund und wohlbehalten von unseren Einsätzen zurückkommen." mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 09.01.2013

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