Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Attacken gegen Kreis und Land

Neujahrsempfang in Klein Nordende / Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel kritisiert Kreisumlage und Kieler Forderungen

en-100111.jpg
Volles Haus in Klein Nordende: Der Neujahrsempfang der Gemeinde in der Bürgermeister-Hell-Halle war wieder sehr gut besucht. KAMIN


KLEIN NORDENDE Der Klein Nordender Neujahrsemp­fang in der Bürgermeister- Hell-Halle war wieder ein großer Erfolg.

Der Vorsitzende des Kul­turausschusses Hartwig Sie­vers erzählte in seiner hu­morvollen Rede mit Augen­zwinkern von der Fahrrad­tour mit Kapitän und Bürger­meister, die 2010 komplett ins Wasser fiel. Er berichtete schmunzelnd von gleich bleibenden Einwohnerzahlen, rund 3100, und schlug den jungen Familien vor, an der Steigerung der Zahl zu arbei­ten. Gute Voraussetzungen gäbe es schließlich mit Kin­dergärten und Grundschule, so der Kulturausschussvor­sitzende.
Klein Nordendes Bürger­meister Hans-Barthold Schinckel blickte in seiner Neujahrsansprache wieder sehr pointiert auf das Ge­schehen in der Welt und in Klein Nordende im vergan­gen Jahr zurück. Naturkatast­rophen in der Welt, die könig­liche Hochzeit in Schweden, die Arbeit von Bundes- und Landesregierung streifte Schinckel, bevor er sich Kreistag und Kreisverwal­tung und der ungeliebten Kreisumlage zuwandte. Der Bürgermeister erläuterte, dass die Amtsumlage für das Amt Elmshorn-Land trotz steigender Personalzahlen deutlich gesenkt werden konnte, während die Kreis­umlage ständig steige. Mit knapp 900000 Euro schlägt die Kreisumlage in Klein Nor­dende zu Buche.
Mit Blick auf den Haushalt bekam auch das Land Schleswig-Holstein sein Fett weg. Jedes Jahr erhält die Gemein­de eine Konsolidierungsliste, berichtete Schinckel seinen Zuhörern. "Die ist jedes Jahr gleich und taugt vorne und hinten nichts. Die Liste schröpft nur die Bürger. Kon­sequenz sind weniger Service und höhere Belastungen für die Bürger", sagte der Bürger­meister.
Schinckel ging in seiner Re­de auch noch einmal auf die aktuellen Bebauungspläne (B-Pläne) der Gemeinde ein. Er erinnerte an den B-Plan 31, Bürgermeister-Diercks-Straße, der im vergangenen Jahr zur Gründung einer Bür­gerinitiative geführt hatte. "Wir haben uns mit den Mit­gliedern der Bürgerinitiative zusammengesetzt und so ei­ne Lösung gefunden. Man muss mit den Menschen sprechen. Das halten wir im­mer ein", sagte Schinckel im Rückblick und wehrte sich vehement gegen Vorwürfe, die um Zusammenhang mit dem B-Plan 32, der für den Frischemarkt und das betreu­te Wohnen gerade erstellt wird, laut wurden. "Wir hal­ten keine Informationen zu­rück. Wir betrügen unsere Bürger nicht", erklärte er. Mit den Bürgern, die diese Vorwürfe erhoben haben, werden sich Gemeindever­treter in den nächsten Wo­chen treffen, um Lösungen zu finden. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 10.01.2011

Zurück