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Klein Nordende: Technischer Defekt löste Großfeuer aus

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ELMSHORN Spurensuche an der Brandstelle gestern Nachmittag: Uwe Brümmer (rechts) und Jasmin Sieger von der Elmshorner Kripo schließen eine Brandstiftung aus. Wie auch Inhaber Heiko Schöttler gehen sie davon aus, dass ein technischer Defekt eines der beiden zerstörten Maishäcksler das Feuer ausgelöst hat. Der Schaden, der am Montag in Klein Nordende entstand, ist immens: Die Polizei schätzt ihn auf etwa 300000 Euro. Der Betrieb des Lohnunternehmens läuft derweil weiter.

Ein Tag nach dem Großfeuer: Betrieb läuft dank Leih-Häcksler weiter

KLEIN NORDENDE Heiko Schöttler wirkt gefasst. Einen Tag nach dem Großfeuer, das eine Lagerhalle seines und des von seinem Sohn Jörg geführten Lohnuntemehmens in Klein Nordende vernichtet hat, blickt er auf die zerstörten Maschinen. "Zum Glück ist weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen", sagt er. Die Freiwilligen Feuerwehren hätten gute Arbeit geleistet und ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude verhindert.

en 090915bUnter anderem brannten zwei Maishäcksler komplett aus. Der erste neue, ein Leihgerät, stand gestern Nachmittag bereits auf dem Hof. "Der Betrieb muss weiterlaufen. Wir können nicht auf die Versicherung warten, sondern müssen handeln", sagt Schöttler. Sorgen in Bezug auf die Versicherung macht er sich aber nicht. "Wir sind gut versichert."

Eine mögliche Brandstiftung schließt die Kriminalpolizei Elmshorn aus. Uwe Brümmer setzte gestern die Ermittlungen fort. Alles deute auf einen technischen Defekt in einem der Häcksler hin. Das lasse sich aus dem Brandbild lesen. Maschinen und Halle seien aber zu stark zerstört, um die genaue Ursache zu ermitteln. Nur Fremdeinwirkung könne ausgeschlossen werden.

en 090915cDie mehr als 80 Einsatzkräfte der Wehren aus Klein Nordende, Elmshorn, Heidgraben und Groß Nordende waren am Montag noch bis 22.30 Uhr mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. "Es war mühsam, das Stroh aus der Halle zu bringen. Wir haben noch einen großen Radlader eingesetzt, aber es dauert seine Zeit, das Stroh auseinander zu ziehen und alle Glutnester abzulöschen", sagte der Klein Nordender Wehrführer Martin Höppner, der den Einsatz geleitet hat. Während der Nacht hatte die Feuerwehr eine Schlauchleitung mit einem mobilen Wasserwerfer eingesetzt, um ein Wiederaufkeimen der Flammen zu verhindern. Heiko Schöttler selbst kontrollierte die Brandstelle mehrfach in der Nacht.

In einer ersten Bilanz sprach Höppner von einem gelungenen Einsatz trotz des hohen Schadens - laut Polizei liegt dieser bei etwa 300000 Euro. Der Wehrfüh-rer lobte die Hilfsbereitschaft aus der Nachbarschaft. Ein Bauunternehmer auf der gegenüberliegenden Straßenseite stellte seinen Hof als Rückzugsraum zur Verfügung. Nachbarn brachten Getränke. Die betroffene Familie selbst kochte als Dank noch Chili con Came und besorgte Brötchen für die erschöpften Helfer der Feuerwehren. "Das ist in dieser Situation außergewöhnlich", lobte Höppner. jfs

aus den Elmshorner Nachrichten vom 09.09.2015

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