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Lange gesträubt - nun doch dabei: Klein Nordende und die "LSE"

KLEIN NORDENDE Lange hatte sich die Gemeinde Klein Nordende gegen eine aktive Mitgliedschaft in der Aktiv Region Pinneberger Marsch und Geest gesträubt. Schlechte Erfahrungen, unter anderem mit der Ländlichen Strukturentwicklung (LSE), hatten die Ablehnung begründet. Durch die positive Entwicklung der Aktiv Region, deren kontinuierliche Weiterentwicklung sowie die finanzielle Unterstützung für die Umsetzung einzelner Maßnahmen ließ sich Klein Nordende schließlich überzeugen und der Gemeinderat beschloss, Teil der Aktiv Region zu werden. Das Kernwegekonzept, mit dem sich der Wegeausschuss während seiner Sitzung erstmals beschäftigte, wird Klein Nordendes erstes Projekt im Rahmen der Aktiv Region sein.

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Stellten das Kernwegekonzept vor: Ausschussvor-sitzender Gerd Schümann (Ii.) und Ingenieur Stefan Reese. mka

Ingenieur Stefan Reese stellte den Ausschussmitgliedern Sinn und Zweck des Kernwegekonzeptes vor. Besonders die veränderte Beanspruchung der ländlichen Wege, höheres Gewicht und größere Breite der Fahrzeuge haben zu einer Überbeanspruchung der landwirtschaftlichen Wege geführt. Die Konsequenz ist, so Reese, eine verminderte Lebensdauer der Wege und Spurbahnen. Ziel des Kernwegekonzeptes ist es, erläuterte der Ingenieur, den landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr sinnvoll zu lenken, eine Mehrfachnutzung zu ermöglichen, eine Verbindung der Kernwege untereinander zu schaffen und damit ein überregionales ländliches Kernwegenetz. Grundsätzlich sollen die ländlichen Kernwege auf eine Breite von 4,50 bis 5 Metern ausgebaut werden.

Nach der Aufstellung eines Kernwegekonzeptes von Seiten der Gemeinde folgt die Prüfung auf Förderfähigkeit von Seiten des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie des Beirats der Aktiv Region. Am Ende könnte ein Zuschuss von 55 Prozent der förderfähigen Nettokosten für Planung und Ausbau stehen. Da einige der landwirtschaftlichen Wege der Gemeinde dringend saniert werden müssen, wird sich der Wegeausschuss intensiv mit dem Kernwegekonzept auseinandersetzen. "Wir müssen das machen. Es besteht dringender Handlungsbedarf", fasste es der Vorsitzende des Wegeausschusses Gerd Schümann zusammen. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 09.06.2011

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