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Abwasserkanal in luftiger Höhe

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Im Nordender Weg werden die Rohrleitungen von Elmshorn aus hin zum Klärwerk Hetlingen auf Stelzen gesetzt. LISA BEIER


ELMSHORN/KLEIN NORDENDE Riesige Abwasserrohre hoch über der Fahrbahn. Das gibt es nicht alle Tage. Umfangreiche Sanierungsarbeiten an Schächten und Kanälen machen die außergewöhnliche Maßnahme notwendig. Nur so ist während der Bauarbeiten eine Abwasserentsorgung gesichert. Doch nicht nur der Anblick ist gewöhnungsbedürftig: Anwohner müssen sich auf Lärm- und Geruchsbelästigung einstellen. lib

Kanalsanierung: Weihnachten kehrt wieder Ruhe ein

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Mit schwerem Gerät verlegen die Bauarbeiter die Leitung in luftiger Höhe. LIB

ELMSHORN / KLEIN NORDENDE Nur einseitig befahrbare Straßen, provisorische Zebrastreifen für Fußgänger und verlegte Bushaltestellen: Darauf müssen sich Anwohner und Passanten rund um Heidmühlenweg und Nordender Weg in Elmshorn einstellen. Grund sind Kanalsanierungsarbeiten des Abwasser-Zweckverbands (AZV) Südholstein.
Bis 2014 soll der Nebensammler Nord, der das Abwasser der Region ins Klärwerk Hetlingen transportiert, für 14 Millionen Euro überarbeitet werden. Momentan ist für 1,8 Millionen Euro die 1,4 Kilometer lange Strecke zwischen Klein Nordende und Elmshorn an der Reihe.
Damit der Betrieb während der Bauarbeiten weiterlaufen kann, muss eine sogenannte Vorflutleitung her: überirdischverlaufende Rohre. "Die Errichtung der Vorflutleitung ist unerlässlich, um während der Sanierungsmaßnahmen eine sichere Abwasserentsorgung für die Stadt Elmshorn garantieren zu können", sagt Claus Pensky, Projektleiter beim AZV.
Über Felder und Wiesen verläuft die Ersatzleitung ebenerdig. Doch vom Ziegeleiweg über Nordender Weg und Heidmühlenweg bis hin zum Kreuzungsbereich Morthorststraße wird die Ersatzleitung aufgebockt. 700 Meter weit soll das Wasser nun durch Rohre auf 4,5 Meter hohen Stützen fließen. So erreichen die Anwohner ihre Häuser, ohne über Abwasserrohre klettern zu müssen.
Seit Ende September sind die Vorarbeiten in vollem Gange. Mit Bagger, Kran und Hebebühne montieren Bauarbeiter zurzeit die Ersatz-Rohre. "Wir werden alles tun, um die Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen und die Belastung für die Anwohner dabei so gering wie möglich zu halten", so Pensky.
Erst wenn die Vorflutleitung fertig verlegt ist, kann mit den eigentlichen Sanierungsarbeiten begonnen werden. Bis Weihnachten sollen diese, inklusive Abbau des Provisoriums, abgeschlossen sein. lib


aus den Elmshorner Nachrichten vom 08.10.2010

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