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Paten pflegen Streuobst-Bäume

Großer Erfolg des Umweltschutz-Projekts in Klein Nordende: 137 Bürger kümmern sich um öffentliches Grün

Die Paten der Bäume auf der Klein Nordender Streuobstwiese bekamen Urkunden verliehen. mka

KLEIN NORDENDE "Streuobstwiese bedeutet, dass auf einer Wiese verstreut Obstbäume stehen", erklärt die Klein Nordenderin Renate Aue, die ein sehr engagiertes Mitglied des Umweltausschusses ist. Auf der Klein Nordender Streuobstwiese stehen verschiedene Apfelbäume, Kirsch- und Pflaumenbäume, Quitten- und Walnussbäume. Alle diese Bäume haben Paten. Diese Patenschaften hat der Umweltausschuss auf Initiative von Aue ins Leben gerufen.
"Die Paten übernehmen die Minimalpflege der Bäume, schneiden zum Beispiel Wildtriebe weg und achten auf Erkrankungen ihres Baumes. Sie dürfen auch ernten, haben aber keinen alleinigen Anspruch auf das Obst ihres Baumes. Probieren ist für alle Klein Nordender ausdrücklich erlaubt", erzählt Aue. Bevor die Baumpatenschaften ins Leben gerufen wurden, war die Unsicherheit bei den Klein Nordendern oft groß. "Wer darf ernten?", war eine oft gestellte Frage.
So entstand die Idee der Baumpatenschaften. Renate Aue bastelte Ohrwurmhäuser in Form von Blumentöpfen und versah alle mit einer Nummer. Diese Häuschen hängen jetzt in den Obstbäumen, und jeder Pate erkennt daran seinen Baum.
Die Nachfrage nach den Patenschaften war groß. Schnell waren Paten für die 137 Bäume gefunden. Bei strahlendem
Sonnenschein wurden während eines kleinen Streuobstwiesenfestes die Urkunden an die Paten übergeben. Neben zahlreichen Familien hat auch die Lerngruppe 2 der Grundschule Klein Nordende eine Patenschaft übernommen. Bereits während des Weltkindertages hatten die Schulkinder die Streuobstwiese besucht und ihren Obstbaum gepflanzt. Geübt hatten die Jungen und Mädchen auch das "Apfelgedicht", das sie während des Festes vortrugen.
Nach dem offiziellen Teil standen auf der Streuobstwiese Spiel und Spaß im Vordergrund. Bei Apfelsaft, frischen Äpfeln wurde nicht nur geklönt, sondern unter der Leitung von Heike Priebe auch noch gesungen. mka

aus den Elmshorner Nachrichten vom 08.10.2009

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