Pressearchiv

Unser Pressearchiv

Diese Wehr ist fit für den Ernstfall

en-080912a

KLEIN NORDENDE. Mit dem Antreten der gesamten Wehr am Gerätehaus begann der Tag der Feuerwehr in Klein Nordende. Doch kaum standen die Brandbekämpfer in Reih und Glied, ertönte die Sirene. Feuer in direkter Nachbarschaft, hieß die Meldung. Auf dem Hof Lohmann/Piening in der Dorfstraße 100 brannte es.

In Minutenschnelle waren die Kameraden vor Ort und machten sich ein erstes Bild von der Lage. Aus einer Tür quoll Rauch, und im Gebäude wurden zwei Menschen vermisst. In voller Atemschutzmontur machten sich die Feuerwehrleute ans Werk. Die Verletzten wurden fachmännisch geborgen und betreut. Das Feuer war in kürzester Zeit gelöscht, und Wehrführer Martin Höppner behielt auch in größter Hektik den Überblick und erklärte den Zuschauern in aller Ruhe, welcher Rettungs-Schritt als nächstes an der Reihe war. Über hundert Schaulustige verfolgten das Spektakel, das Teil des Feuerwehrtages war.

en-080912b"Alles hat reibungslos geklappt", freute sich Höppner anschießend. Sollte es auch, denn der Tag der Wehr wird von den Klein Nordender Brandbekämpfern seit Jahren "ganz nebenbei" für die Eigenwerbung genutzt. Über 500 Besucher pilgerten am Sonnabend auf das Veranstaltungsgelände rund um das Gerätehaus. Das Feuer-Szenario war dabei nur ein Programmpunkt unter vielen. Für den Nachwuchs hatte sich die Jugendwehr zahlreiche Spiele einfallen lassen. Unter anderem im Angebot: Eine Schokokuss-Wurfmaschine und das beliebte Torwandschießen. Doch es gab Spiele, bei denen der Ernst im Vordergrund stand. So konnten die Kinder beispielsweise anhand eines Rollenspieles lernen, wie man einen korrekten Notruf absetzt.

Mit dabei war auch der Förderverein der Feuerwehr, der eine Kaffeebar organisiert hatte. Als Gäste begrüßte Höppner Abordnungen von fünf befreundeten Wehren, darunter die Kameraden von der Feuerwehr Zempin (Usedom), mit denen die Klein Nordender seit über 20 Jahren eine Partnerschaft verbindet.

Mehr als 50 aktive Kameraden zählt die Klein Nordender Wehr aktuell. Hinzu kommen ein gutes Dutzend Jungen und Mädchen in der Nachwuchsabteilung sowie die Mitglieder der Ehrenabteilung. Wehrführer Martin Höppner steht sein Stellvertreter Florian Schinckel zur Seite. 20 bis 25 Einsätze im Jahr sind für die Kameraden "normal" - Tendenz steigend. Die Art der Einsätze beschränkt sich dabei längst nicht mehr nur auf das Löschen von Flammen. Auch technische Hilfeleistungen wie das Bergen von Unfall opfern gehört zum Alltag der Kameraden. Carsten Wittmaack

aus den Elmshorner Nachrichten vom 08.09.2012

Zurück