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Was die Feuerwehr so alles kann

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Gespannt verfolgten große und kleine Besucher die Löschübungen der Feuerwehr. Foto: caw

Übungen, Vorführungen und eine Tombola: Buntes Programm bei den Klein Nordender Brandbekämpfern.

Klein Nordende (caw). Wenn Klein Nordendes Feuerwehr zum Tag der offenen Tür lädt, halten nicht einmal Sturm und Regenschauer die Gäste vom Kommen ab. Rund 450 Besucher pilgerten am Sonnabend trotz Herbstwetters auf das Veranstaltungsgelände rund ums Gerätehaus. Die allermeisten dürften ihr Kommen nicht bereut haben, denn die Kameraden der Wehr hatten wieder ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Der Nachwuchs konnte sich auf einer Hüpfburg vergnügen oder testen, wie schwer es ist, mit einem Feuerlöscher einen kleinen Brandherd zu bekämpfen. Ein Höhepunkt waren die Rundfahrten in einem echten Feuerwehrauto.
In Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter Bund (ASB) zeigte die Wehr, wie Verschüttete im Ernstfall geborgen werden, und wie wichtig dabei der Einsatz von gut ausgebildeten Spürhunden ist. Erwachsene Besucher konnten selbst einmal ausprobieren, wie anspruchsvoll das technische Gerät der Feuerwehr inzwischen geworden ist. Und wer sich traute, durfte in einem Rauchzelt seine Fähigkeiten als Atemschutzgeräteträger unter Beweis stellen. Wie groß die Akzeptanz der Wehr in Reihen der Bevölkerung ist, zeigte auch die von der Jugendwehr organisierte Tombola. Bereits am frühen Nachmittag waren alle Lose verkauft. Mit dabei waren 14 Kameraden der Wehr aus dem befreundeten Zempin auf Usedom, die einen Tag später auch am großen Feuerwehrmarsch in Barmstedt teilnahmen.
55 aktive Kameraden hat die Klein Nordender Wehr aktuell. Hinzu kommen 15 Jungen und Mädchen in der Nachwuchsabteilung sowie die elf Mitglieder der Ehrenabteilung. Wehrführer ist Martin Höppner, stellvertretender Wehrchef ist Florian Schinckel. 15 bis 20 Einsätze im Jahr sind für die Kameraden "normal". Dass dies ein ausgesprochen relativer Begriff sein kann, bewiest das laufende Jahr. Bereits 17 Mal mussten die Brandbekämpfer ausrücken - und noch hat die traditionell ereignisreiche Wintersaison nicht einmal begonnen. Die Art der Einsätze beschränkt sich dabei längst nicht mehr nur auf das Löschen von Flammen.
Auch technische Hilfeleistungen wie das Bergen von Unfallopfern gehört zum Alltag der ehrenamtlichen Kameraden. Und selbst wenn eine Katze nicht mehr allein vom Baum zu kommen droht, übernimmt die Wehr die Aufgabe als Tierretter.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 08.09.2009

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