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Zwei Profis, die sich verstehen

Bürgermeister-Jubiläum

Zwei Profis, die sich verstehen

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Thorsten Rockel (SPD) und Hans-Barthold Schinckel (WG) sind seit zehn Jahren Bürgermeister

Klein Nordende / Seestermühe. "Auf ein Neues", heißt es für Seestermühes Bürgermeister Thorsten Rockel (SPD) und seinen Klein Nordender Amtskollegen Hans-Barthold Schinckel (WG) ab Mitte Juni. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden sowohl Rockel als auch Schinkel während der konstituierenden Sitzungen der Gemeindevertretungen wieder zum Bürgermeister ihrer Gemeinden gewählt. Seestermühe tagt am Montag, 17. Juni, Klein Nordende am Donnerstag, 20. Juni. Für Schinckel und Rockel ist es jeweils die dritte Amtsperiode. Heißt: Beide sind seit zehn Jahren im Amt.

Auslöser für Schinckels kommunalpolitisches Engagement war ein Versprechen, das er Mitgliedern der Klein Nordender Wählergemeinschaft (WG) gab. Er würde sich engagieren, wenn er nicht mehr als Kapitän aktiv sei. Im März 2000 ging der gelernte Kapitän in den Ruhestand, im September trat er in die WG ein und wurde als bürgerliches Mitglied gleich zum Vorsitzenden des Umweltausschusses gewählt. Seit 2003 ist Schinckel Bürgermeister in der Gemeinde Klein Nordende.

Rockel wiederum trat 1989 in die SPD ein und ist seit 1990 Mitglied der Seestermüher Gemeindevertretung. "Eigentlich stand ich damals auf Platz elf der Liste. Aus parteiinternen Gründen mussten wir die Listenkandidaten noch mal wählen und ich landete auf Platz sechs. Bei der anschließenden Kommunalwahl wurde ich direkt in die Gemeindevertretung gewählt", erzählt der Seestermüher. Die Wahl zum Seestermüher Bürgermeister 2003 "hat sich so ergeben", schmunzelt Rockel.

"Hinter zehn Jahren als Bürgermeister verbirgt sich "viel Tagesgeschäft", so Schinckel. Die Entwicklung der neuen Baugebiete gehört für ihn zu den spannendsten Themen seiner bisherigen Amtszeit. "Das macht viel Spaß, besonders, wenn man anschließend positives Feedback bekommt", erzählt der Klein Nordender. Ein Fall begleitet Schinckel bereits seit zehn Jahren: Der Schadenersatzprozess um die Bürgermeister-Hell-Halle. "Den habe ich 2003 geerbt. Ich hätte nie daran geglaubt, dass das Thema 2013 immer noch nicht vom Tisch ist", sagt er.

Für Rockel war ein großes und 1,4 Millionen Euro teures Bauvorhaben eines der Meilensteine der vergangenen zehn Jahre: Die Sanierung der Seestermüher Dorfstraße. "Das hat unterm Strich sehr gut geklappt, auch wenn die Baumaßnahme mit viel Laufereien und der Vollsperrung der Straße verbunden war. Heute redet keiner mehr über die Unannehmlichkeiten während der Bauzeit und alle freuen sich über das Ergebnis", berichtet der Seestermüher. Auch er erzählt vom umfangreichen Tagesgeschäft, dem Seestermüher Kindergarten, dessen Öffnungszeiten immer wieder den Wünschen der Eltern angepasst werden. "Die Investition in die Kinder ist wichtig für unsere Zukunft. Das hat mit Daseinsvorsorge der Gemeinde zu tun. Ich bin froh, dass wir das immer wieder schaffen", so Rockel.

Neben der gleich langen Amtszeit und ihrem Engagement für die Gemeinden verbindet Schinckel und Rockel auch ihre Arbeit im Amtsausschuss und in der regelmäßigen Besprechungsrunde der Bürgermeister des Amtsbezirks Elmshorn-Land. Thorsten Rockel ist Amtsvorsteher, Hans-Barthold Schinckel der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses. "Das ist eine sehr gute Konstellation, im Amt sind wir mit dem leitenden Verwaltungsbeamten Roland Reugels ein tolles Dreiergespann und auch die Zusammenarbeit in der Bürgermeisterrunde könnte nicht besser sein", sind sich die beiden einig. Beide loben die ergebnisorientierte Arbeit von Amt und Bürgermeistern. "Das klappt hervorragend und zwar über Parteigrenzen hinweg. Die Parteibücher werden draußen gelassen", so Rockel und Schinckel.

Der Klein Nordender und der Seestermüher präsentieren sich auch in ihren Funktionen als Verwaltungsausschussvorsitzender und Amtsvorsteher als gutes Team. "Es macht Spaß", sagt Rockel. "Wir möchten, dass es so bleibt", ergänzt Schinckel. Ob im Amtsausschuss alles so bleibt, wie es in der vergangenen Legislaturperiode war, entscheidet sich während der konstituierenden Sitzung des Gremiums im August. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 08.06.2013

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