Pressearchiv

Unser Pressearchiv

"Einfach mal Pause machen"

"Einfach mal Pause machen"

Der "Balkon" oberhalb der Liether Kalkgrube ist Lieblingsplatz des Klein Nordender Bürgermeisters Schinckel. Foto: mei

"Hier fühle ich mich wohl" - In der neuen EN-Serie stellen Bürgermeister der Umlandgemeinden Lieblingsplätze in ihren Dörfern vor. Heute: Hans-Barthold Schinckel.

Klein Nordende (mei). Die Liether Kalkgrube liegt dem Klein Nordender Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel zu Füßen, wenn er seinen Lieblingsplatz in der Gemeinde besucht. Es ist der "Balkon", eine kleine Aussichtsplattform oberhalb der ehemaligen Kalkgrube, dem heutigen Naturschutzgebiet und Geotop. Ein Weg, der rund um die Liether Kalkgrube verläuft, führt zu diesem besonderen Ort. "Wenn ich mal eine Stunde frei habe, komme ich gern hierher. Einfach Pause machen und an nichts denken. Hier ist genau der richtige Platz dafür", sagt Schinckel.
Mit der Liether Kalkgrube verbindet den Klein Nordender Bürgermeister aber noch mehr. Er erinnert sich noch gut an die Zeit, als die Grube in Betrieb war. Schinckel war eine Zeitlang aushilfsweise als Lkw-Fahrer beschäftigt. "An einem Montagmorgen war der steile Weg hinunter in die Grube blank gefroren", weiß er und berichtet von einer Lkw-Rutschpartie hinunter in die Grube. Die Hänge der Kalkgrube wiederum wurden während Schinckels Jugend gern zum Kraxeln genutzt.
Später stand in Klein Nordende die Frage im Raum: Was wird aus der Kalkgrube? "Mülldeponie oder Landschaftsschutzgebiet?" Schinckel ist froh, dass aus der Liether Kalkgrube ein Naturschutzgebiet geworden ist. Deshalb unterstützt die Gemeinde Klein Nordende auch den sehr aktiven Betreuungsverein. "Ich komme gern zu den Veranstaltungen des Vereins", so Schinckel. Leider verbindet Klein Nordendes Bürgermeister mit der Kalkgrube auch einige negative Ereignisse. Immer wieder haben Vandalen in den vergangenen Jahren Leitungen, die der Entwässerung der Grube dienen, zerstört. Zurzeit ist es der stetige Bewuchs der Hänge, die Schinckel, die Gemeinde und den Betreuungsverein beschäftigen. Wenn der Bürgermeister allerdings auf "seinem" Balkon über die Kalkgrube blickt, dann sind diese Gedanken erst einmal vergessen.

aus den Elmshorner Nachrichten vom 06.08.2009

Zurück