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Erntedankfeste: Tolle Stimmung und Bauern-Kritik an Landesplänen

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KLEIN NORDENDE/NEUENDORF Bei strahlendem Sonnenschein haben die Erntedankfeste in der Region tausende Menschen angelockt. In Neuendorf und Klein-Nordende wurde am Sonntag gefeiert.

Pastor Lars Därmann, Organistin Isolde Kittel-Zerer, Andreas Thom an der Trompete sowie der Klein Nordender Chor "viva la musica" gestalteten gemeinsam den Erntedankgottesdienst am Sonntag. Im Zentrum standen dabei der Dank für Ernte und Wohlstand, 25 Jahre Deutsche Einheit, Frieden und Freiheit. Mit Bibeltexten und Gleichnissen wies Pastor Därmann schließlich darauf hin, dass die Beziehung der Menschen untereinander das Wichtigste im Leben sei. "Viel Geld zu haben ist nicht verkehrt, aber darüber den Blick auf die anderen Menschen zu verlieren, das ist verkehrt", so der Pastor.

Für den weiteren Verlauf des Erntedankfestes zeichneten dann der Kulturausschuss um den Vorsitzenden Andreas Kamin, der Landfrauenverein, Familie Hamke
und der Klein Nordender Ortsbauemvertreter Willi Ibels verantwortlich. Kamin berichtete, dass die Erlöse des Erntedankfestes an den Elmshomer Kinderschutzbund gespendet werden. Dieser unterstützte die Gemeinde Klein Nordende bei der Betreuung der Kinder der Asylbewerber.

Willi Ibels richtete seinen Blick auf die klassischen Em-tcdank-Thcmcn. Er berichtete von der Ernte, den nicht immer einfachen Wetterbedingungen und schilderte auch die Schwierigkeiten, die die Landwirte heute haben. Besonders kritisierte Ibels die Folgen der geplanten Gesetzesänderungen, die von Landwirtschaftsminister Robert Harbeck vorangetrieben werden. Ob Knickschutz oder die Erlaubnis für Jedermann, Wiesen und Felder zu betreten. Diese Gesetzesänderungen seien für Landwirte mehr als schwierig.

Nach dem offiziellen Teil des Erntedankfestes genossen die Besucher die schöne Herbstatmosphäre am Tö-
verhuus, leckere Kuchen, frisch geräucherte Forellen oder Erbsensuppe. Die jüngsten Erntedankfest-Besucher konnten gemeinsam mit einigen Jugendlichen der Kirchengemeinde spielen und basteln.

Volksfeststimmung in Neuendorf

Das Hoffest des Neuendorfer Geflügelhofes Thormählen hatte schon das Flair eines kleinen Volksfestes. Zahlreiche Besucher, nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern zum Teil auch aus dem Segeberger und Kieler Raum kamen gestern zum Schauen, Klönen und Kaufen. Hofbetreiber und Bürgermeister Hans-Peter Saß-Thormählen hatte mit seiner Familie und den vielen Helfern ein buntes Programm zusammengestellt, bei dem für alle etwas dabei war. So gab es in zwei großen Hallen einen Kunsthandwerkermarkt, bei dem unter anderem auch die Arbeit an einem Webstuhl demonstriert wurde.

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Für die mehr an Technik interessierten Besucher hatte Thormählen einen Fuhrpark an Landmaschinen aufgestellt. Traktoren mit zahlreichem Zubehör und Mähdrescher konnten aus nächster Nähe besichtigt werden. Besonders für die Kinder war es ein erhebender Moment, einmal im Führerhaus eines so großen Landgerätes zu sitzen. Dem Nachwuchs wurde überhaupt viel geboten. So konnten die jungen Besucher in einer Heuburg toben, in einem "Pool" in Getreide baden und Eierkartons bunt bemalen. Besonderer Anlaufpunkt war ein kleiner Wärmebereich, in dem Küken beobachtet und auch einmal angefasst werden konnten.

Das Fest des Geflügelhofes Thormählen war ein voller Erfolg. Es wird alle sechs Jahre veranstaltet. "Immer dann, wenn der 3. Oktober ein Sonnabend ist, weil wir dann nicht mit unseren Verkaufswagen auf die Märkte der Umgebung müssen und mehr Zeit für die Vorbereitungen haben", sagte Hans-Peter Saß-Thormählen. mka/moh

aus den Elmshorner Nachrichten vom 05.10.2015

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