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Klein Nordende: Bürger wollen Zukunft gestalten

KLEIN NORDENDE In Elmshorns Nachbargemeinde Klein Nordende wollen Bürger die Zukunft ihres Dorfes jetzt selbst in die Hand nehmen. Dazu hat sich ein Bürgerforum gegründet, in das auch die Lokalpolitik eingebunden werden soll. Ziel ist es, einen Ortsentwicklungsplan aufzustellen. Negative Erfahrungen bei der Gestaltung von Baugebieten in der jüngeren Vergangenheit haben die Bürger dazu veranlasst. Gemeinsam wollen sie nun dafür sorgen, dass die 3300 Einwohner zählende Gemeinde ihre Lebensqualität erhält. Wer beim Bürgerforum mitwirken will, kann sich am 15. Februar informieren. Dann ist ein Info-Nachmittag geplant.

Bürger nehmen Zukunft in die Hand

Klein Nordender gründen Bürgerforum / Entscheidungen über Dorf-Gestaltung sollen begleitet werden / Info-Nachmittag am 15. Februar

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KLEIN NORDENDE Wo darf in Klein Nordende in den kommenden Jahren gebaut werden? Wie soll der Verkehr fließen? Und was macht eigentlich die Lebensqualität in dem knapp 3300 Seelen zählenden Ort aus? Diesen Fragen will ab sofort ein Bürgerforum nachspüren. Auch die Lokalpolitiker werden in das Projekt eingebunden. Schließlich sind sie es, die letztlich in der Gemeindevertretung über die zukünftige Gestaltung des Dorfes entscheiden.

Unter dem Namen "Bürgerforum Klein Nordende" schlössen sich im Sommer 2013 Nachbarn aus dem Vossbarg, der Bürgermeister-Dierks-Straße und der Sandhöhe zu einem Meinungsaustausch zusammen. Auslöser waren das Baugebiet Auenland und die aktuelle Bebauungspolitik der Gemeinde. Aus Sicht der Bürger wurde im Auenland zu eng und zu groß gebaut. Selbst Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel sieht die bautechnische Gestaltung inzwischen kritisch. Im Auenland stünden "große massige Gebäude dicht an dicht". 38 Wohneinheiten gibt es dort insgesamt, darunter sechs Mehrfamilienhäuser.

Ziel ist ein Ortsentwicklungsplan

Damit es zukünftig einen breiten Konsens bei der Gestaltung Klein Nordendes gibt, hofft das Bürgerforum auf möglichst viele Mitstreiter. Innerhalb eines Jahres will die Gruppe einen Ortsentwicklungsplan vorlegen können. "Wir sind nicht gegen jedes neue Baugebiet", stellt Marco Ader von der Bürgerinitiative klar. Man wolle nur mehr Mitspracherecht in Bezug auf künftige Projekte, die die Infrastruktur betreffen. Außerdem gehe es um größtmögliche Transparenz hinsichtlich der Dorfgestaltung.

Am Sonnabend, 15. Februar, lädt das Bürgerforum ab 15 Uhr zu einer öffentlichen Infoveranstaltung ins Klein Nordender Gemeindezentrum ein. Dabei sollen die Spielregeln innerhalb der Gruppe besprochen und die verschiedenen Arbeitsgruppen vorgestellt werden. Thematisch will man die Einzelbereiche "Umwelt und Natur", "Bauen und Wohnen" sowie "Verkehr" näher beleuchten. Eine Lenkungsgruppe soll dann die einzelnen Themenfelder zusammenführen. Der Nachmittag steht unter dem Motto "Klein Nordende - wohin?". Alle Bürger sind herzlich eingeladen. Wer in der Bürgerinitiative mitarbeiten möchte, muss übrigens keine Mitgliedschaft eingehen. Weitere Details zum Bürgerforum Klein Nordende gibt es im Internet. Carsten Wittmaack

www.buergerforum-klein-nordende.de

aus den Elmshorner Nachrichten vom 05.02.2014

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