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Streit um B-Plan in Klein Nordende: Gebäude dürfen nicht größer werden

Streit um B-Plan in Klein Nordende: Gebäude dürfen nicht größer werden

en-021013

KLEIN NORDENDE Der öffentliche Teil der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Klein Nordende war schon fast abgeschlossen, als sich doch noch Widerstand regte. Auf der Tagesordnung standen Sachstandsberichte zu verschiedenen Baugebieten. Unter anderem ging es um das Areal westlich der Straße "Auenland" und südlich der Bebauung der Straße "Voßbarg", das jüngst schon während der Bauausschuss-Sitzung für Diskussionen gesorgt hatte (wir berichteten).

Damals entzündete sich der Streit um bauliche Details an einigen Mehrfamilienhäusern. Der Investor bat um Änderungen, die nicht allen Mitgliedern des Bauausschusses gefielen. So sollte der Anteil der versiegelten Fläche auf den Grundstücken erhöht werden, um zu gewährleisten, dass die Autos der Bewohner auf den Grundstücken geparkt werden können und nicht auf der Straße stehen müssen. Außerdem sollten die Dachneigungen verringert werden, um architektonisch nicht in die Bredouille zu geraten.

Schinckel bemängelt Verzögerung

Einige Bauausschussmitglieder fürchteten, dass der Bauherr die Änderungen nutzen könnte, um die Häuser größer als geplant zu errichten. Während der Gemeindevertretersitzung sprach Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel (Wählervereinigung) von "eigenartigen Bedenken", die nun "leider zu einer kleinen Verzögerung" führen würden. Alle Lokalpolitiker hätten das Projekt bereits während des Aufstellungsbeschlusses abgesegnet.

Genau dieser Aussage widersprach der zweite stellvertretende Bürgermeister Andreas Kamin. Zum Zeitpunkt des Aufstellungsbeschlusses hätten einige Details noch gar nicht vorgelegen, betont der SPD-Politiker. Schriftliche Vorlagen hätte es erstmals zur jüngsten Bauausschuss-Sitzung gegeben. Daher sei es dort auch erst möglich gewesen, die Pläne im Detail zu kritisieren. Nun soll der Bebauungsplan Nummer 33 so überarbeitet werden, dass eine Vergrößerung des Hauptbaukörpers ausgeschlossen wird. "Ich denke, damit können wir dann alle gut leben", zeigte sich Bürgermeister Schinckel überzeugt.    caw

aus den Elmshorner Nachrichten vom 02.10.2013

 

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