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Diese Kunst ist sehr zerbrechlich

Diese Kunst ist sehr zerbrechlich

Leif Sköld fertigt Glaskunst, Schmiedearbeiten und Keramik / Der Künstler lebt in Klein Nordende / Ausstellungen auch in Hamburg

In dieser Rubrik stellen wir Menschen vor, die in der Region Elmshorn leben und/oder hier berufstätig sind. Sie erlauben Einblicke in ihr Leben und sind unsere "Menschen am Montag".

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KLEIN NORDENDE Schon der erste Blick in den Garten der Familie Sköld in Klein Nordende lässt ahnen: Glaskunst, Schmiedearbeiten und die Fertigung von Keramik sind hier zu Hause. Im Haus befinden sich die Arbeitsräume von Irene und Leif Sköld. Der gebürtige Schwede widmet sich hier der Arbeit mit Glas, Bernstein und Edelsteinen sowie dem Schmieden. Gleich nebenan gestaltet seine Frau Glasperlen und Keramik. Für Beide ist die künstlerische Tätigkeit eine Berufung nach dem aktiven Berufsleben. Die Liebe zum Glas wurde den gebürtigen Schweden fast in die Wiege gelegt. Lange Jahre lebten Leif und Irene Sköld in unmittelbarer Nähe des berühmten, südschwedischen "Glasreich", waren fasziniert von dem vielseitigen Material und den Arbeiten der schwedischen Künstler.

Ausbildung in Orrefors Glashütte

Zunächst war es Irene, die sich eingehender mit Glas, seiner Gestaltung und Bearbeitung beschäftigte. Ihre Begeisterungwar ansteckend, irgendwann begann auch ihr Mann sich mit dem Material auseinanderzusetzen und zu experimentieren. Eine Ausbildung in der Orrefors Glashütte folgte.

 

Bevor die künstlerische Arbeit zu einem wichtigen Teil ihres Lebens wurde, standen für beide Familie und Beruf im Mittelpunkt. Die Arbeit verschlug die Skölds nach Deutschland. In Klein Nordende fanden sie vor 30 Jahren ihr Zuhause.

Die enge Verbindung nach Schweden blieb. Leidenschaftlich gern segelte die Familie während des Urlaubs in den schwedischen Schären. Aus gesundheitlichen Gründen gab Leif Sköld das Segeln vor einigen Jahren auf. Die Begeisterung für die Segelromantik ist geblieben und zeigt sich jetzt in den Skulpturen des 70-Jährigen.

en-020913b"Mit Glas zu arbeiten, diesem harten Material, das gleichzeitig eine eigene Seele hat, ist sehr inspirierend. Wenn ich eine Idee für ein neues Objekt habe und die verschiedenen Farben und Strukturen kombiniere, das Glas durch Schneiden, Sägen, Schleifen bearbeite und danach zum Schmelzen in den Ofen lege, ist es jedes Mal spannend diesen zu öffnen und das Resultat zu sehen. Zu planen, sich treiben und inspirieren zu lassen, ein Ziel und eine Vision zu haben und sich am Ende doch durch die Kraft der Elemente manchmal in seine Schranken zurückverwiesen sehen, all das verbinde ich mit dem Segeln in den Schären und erlebe ich im Atelier durch die Arbeit mit flüssigem Glas", sagt Leif Sköld. Seine Segelschiffe spiegeln diese eigene Dynamik wider. Besonders, wenn das Objekt mit Bernstein oder Edelsteinen betont wird oder eine besondere Gestaltung durch Licht und Sockel erfährt. Dass er mit seinen Skulpturen den Geschmack vieler Segler und Glaskunstfreunde trifft, zeigte sich während der Hanseboot vergangenes Jahr. Sköld stellte dort seine "Segelboote" aus und war von der Resonanz überrascht. "Die Hanseboot war ein großer Erfolg", sagt er und arbeitet jetzt auf seine nächste Ausstellung in der schwedischen "Gustaf Adolfskyrkan" in Hamburg hin. Wer mehr über die Arbeiten von Sköld wissen möchte, findet Infos unter www.ate-lier.skoeld.de oder kann sich mit dem Künstler verabreden. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 02.09.2013

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