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Seit 20 Jahren gemeinsam auf Tour

"SuperSenioren" der SV Lieth gehen regelmäßig auf Reisen / Klaus Bremer führt Buch und dokumentiert die Ausfahrten

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Die "SuperSenioren" der SV Lieth gehen seit 20 Jahren gemeinsam auf Tour. KAMIN

KLEIN NORDENDE "Unsere Frauen haben es uns vorgemacht. Die haben sich nicht nur zum Kaffeetrinken getroffen, sondern sind gemeinsam nach Paris gefahren. Da haben wir entschieden, was die können, können wir auch", erzählt Klaus Bremer, Mitglied der "SuperSenioren" der SV Lieth und von Beginn an zuständig für die Reiseberichte der Truppe. Das war 1991. Die damals noch aktiven Fußballer überlegten, wohin ihre Reise gehen soll und entschieden sich für Warschau. "Wir sind mit dem VW-Bus über Berlin nach Warschau gefahren", sagt Bremer und lacht bei der Erinnerung an die erste Fahrt und erzählt: "Wir haben alle nur platt gesprochen und viel Spaß gehabt."

Bereits während der Warschau-Reise machte Bremer unzählige Fotos. "Ich hatte zum Geburtstag eine neue Kamera bekommen. Nebenbei habe ich Besonderheiten, witzige Geschichten und die Orte, die wir besucht haben aufgeschrieben", berichtet Bremer. Die Fotos und seinen Bericht gestaltete er als Reisetagebuch und präsentierte seinen Mitfahrern anschließend das Ergebnis. "Das wollen wir auch haben", war die einhellige Meinung. Seit Warschau, also seit 20 Jahren. ist Bremer für die Reisetagebücher samt Fotos zuständig. Denn mit ihrer ersten Reise 1991 begründeten die Fußballsenioren eine Tradition. Jedes Jahr gehen sie für vier bis fünf Tage gemeinsam auf Tour. Kreuz und quer durch Europa.

Zu jeder der mittlerweile 20 Touren fällt dem Reiseberichterstatter Bremer eine Geschichte oder witzige Begebenheit ein. Ob das Eisbein, das in Warschau 100-grammweise abgerechnet wurde und deutlich mehr kostete, als eingeplant, ob das Kabarett und ein schöner Biergarten mit leckerem dunklen Bier in Prag oder die frisch gegrillte Makrele in Istanbul. Lachend erinnert er sich auch an das teure Bier in Kopenhagen. "Wir saßen in Kopenhagen zum Glück in unmittelbarer Nähe einer Wechselstube. Das war auch gut so, das Bier kostete fünf Euro", erzählt Bremer. Zu Usedom fällt ihm ein Polenbesuch ein und ein verloren gegangener Ausweis. Die Leipziger Pfeffermühle ist ihm als tolles Theater in Erinnerung geblieben, Kärnten mit herrlichen Ausflügen, Seen und Bergen. München, Cochem, Brügge, London, Amsterdam, Wismar sind nur einige weitere Reiseziele der "SuperSenioren".

Zwischen zehn und 17 Senioren sind bei den Reisen mit von der Partie. Die 20. Tour führte die Senioren in diesem Jahr nach Bratislava. Morgens um 4 Uhr trafen sie sich am Clubheim. Mit Beginn der Reise hatte Bremer seine erste Anekdote für sein Tagebuch. "Alle waren pünktlich. Als aber der Busfahrer fragte, ob alle ihren Ausweis dabei haben, musste einer von uns feststellen, dass sein Ausweis zu Hause liegt. Die Station lag auf dem Weg", erzählt Bremer und witzelt: "Da wollte unbedingt jemand auf die Seite eins."

Bevor es per Schiff nach Bratislava ging, machten die "SuperSenioren" Station in Wien. Eine Stadtrundfahrt und ein Fußmarsch durch die Altstadt standen auf dem Programm. "Wir hatten wieder SuSe-Wetter (SuperSenioren) . Wenn wir unterwegs sind haben wir fast immer bestes Wetter", so Brehmer. Die Bratislavatour war ein voller Erfolg, abgesehen von der Tatsache, dass sich einer der Mitreisenden im Pyjama auf dem Schiff aus seiner Kabine ausgesperrt hatte. "Wir haben viel gesehen und erlebt", so Bremers Fazit. Wohin die Reise im kommenden Jahr geht, steht noch nicht fest. Meike Kamin

aus den Elmshorner Nachrichten vom 02.08.2011

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